Nach einem weiteren sehr informativen Vormittag mit erste Hilfe Kurs, ging es am Donnerstag endlich nach New York City. 300 Au Pairs holten ihre Lunchpakete ab und stiegen in die sieben Busse. Schon während der Fahrt waren immer wieder „Oh“s und „Ah“s zu hören, als die Skyline der Stadt vor dem Bus auftauchte. Nach einer kurzen Bustour, die uns auch zu einem Platz führte an dem wir die Freiheitsstatue gut sehen konnten, wurden wir schließlich am Rocky Fella Center aus den Fahrzeugen gelassen und durften die Stadt erkunden. Da meine Gastfamilie mir nicht nur die Bustour durch New York, sondern auch die Fahrt „on top of the Rock“ schenkte, ging es für mich hoch hinaus um über den Dächern New Yorks nicht mehr aus dem Staunen herauszukommen. Auf keinem Bild kann festgehalten und mit keinen Worten kann beschrieben werden wie es sich anfühlt, diese eindrucksvolle, RIESIGE Stadt von oben zu sehen! Wolkenkratzer an Wolkenkratzer und dauerndes Polizeigeheule aus den Straßen – genau wie man es sich vorgestellt hatte, nur noch viel, viel, VIEL größer!!!Danach versuchte ich mit drei weiteren Au Pairs den Time Square zu finden, was sich als schwierige Aufgabe herausstellte, da ich nicht die orientierungsloseste unter den vieren war. Jeder der mich kennt kann sich nun circa vorstellen, wie planlos wir in New York City herumgeirrt sind und alle 10 Meter jemanden nach dem Weg gefragt haben. 😄 Als wir schließlich endlich am Time Square ankamen, konnte ich nicht anders als einfach stehenzubleiben und die vielen Eindrücke einfach auf mich wirken zu lassen. Als Landkind war ich fast überfordert und wusste gar nicht, wo ich als erstes hinschauen sollte: zu den vielen Disneyfiguren die herumliefen, den Straßenartisten die gerade unglaubliche Akrobatik ablieferten, den Mann der sich auf die Treppen gestellt hatte und lautstark über Gott und die Welt philosophierte, die vielen, riesigen, leuchtenden Werbetafeln oder wieder hinauf zu den riesigen Wolkenkratzern? Zu unserem Glück fanden wir am Time Square vier andere Au Pairs aus unserem Bus, die uns halfen den Weg zum Empire State Building zu finden, welches der Treffpunkt mit den Bussen war.
Als wir um 9:00 pm schließlich wieder in den Bussen saßen wurde mir zum einen das erste mal richtig bewusst, dass ich mich tatsächlich in den USA befinde und dort die nächsten 13 Monate meines Lebens verbringen werde. Zum anderen bemerkte ich, dass mir mein Nacken vom vielen Wolkenkratzer schauen ganz schön schmerzte. 😄 Nach einem scheinbar elendlangen ride back home, der sich durch den regen Verkehr und die langen Staus sehr verzögerte, kamen wir wieder am Campus an, wo ich mich schnell schlafen legte, da ich heute schon um 5:30 am Frühstück hatte.





