Freitag nach der Arbeit machten Janus und ich uns auf den Weg zu Annelie, stiegen um in ihr Auto und fuhren dann nach St. Paul, wo wir das „Red Bull Crashed Ice“ besuchen wollten. Janus war glaube ich ganz froh als wir nach einer halben Stunde Fahrt voller Geschwärme über Alex Aiono und lautem Geträller zu seiner Musik endlich in der Stadt ankamen und aus Angst, eh schon zu spät zu sein, im Halteverbot parkten. Naja, eine halbe Stunde später war der Parkplatz ja eh frei verfügbar und das Risiko der 30 Minuten Stehen im Parkverbot gingen wir einfach einmal ein und dachten uns sicherheitshalber schon einmal aus, wie wir der Polizei im Notfall ganz naiv und mit schlechtem Englisch erklärten, wie überrascht wir über das Parkverbot waren. Gut gelaunt kamen wir nach ein paar Minuten Gehzeit bei der eindrucksvollen Kathedrale an, an welcher der Start der spektakuläre Eislaufstrecke befestigt war.
Wir fanden einen guten Platz, von dem aus wir den Start, die erste Kurve der Strecke, sowie den riesen Bildschirm auf dem die gesamte Veranstaltung übertragen wurde perfekt sehen konnten uns warteten gespannt auf den Beginn. Die Wartezeit wurde uns jedoch mit lustigen Interviews und Videos versüßt und wir konnten uns vor Lachen nicht mehr halten, als eine übermotivierte, ältere Dame anfing, mit ihrem Hintern zu wackeln und ihn in die Kamera zu strecken.
Schließlich ging es dann auch los und die SportlerInnen fuhren als Vorstellung jeweils eine Runde. Mit großer Freude stellte ich fest, dass unter den Freesstylern sogar ein Österreicher dabei war und mit noch größerer Freude entdeckte ich nach seiner dritten Runde sogar das Steiermark-Wappen auf seiner Schulter! Wir hatten großen Spaß daran die Tricks der Freestyler, die Rennen, sowie die andauernden (Gott sei Dank nie schlimmen) Stürze anzusehen und machten uns danach noch auf Empfehlung meiner Gastmama auf den Weg zu einem ihrer Lieblingsrestaurants der Stadt.


Am Samstag beschlossen Janus, Annlie, B und ich die Ice Castles zu besuchen, welche sich eine Stunde von hier, am Fluss der uns von Wisconsin trennt, befinden. Wir waren beeindruckt von den gigantischen Eisbauten und als es dunkel wurde und sie mit bunten Farben beleuchtet wurden, konnten wir gar nicht mehr aufhören Fotos zu schießen. Unser sehr professionelles Fotoshooting wurde nur davon gestört, dass wir andauern ausrutschten und uns nur durch das ständige Festhalten aneinander immer wieder gegenseitig retteten.
Abends trafen wir uns noch mit ein paar anderen Freunden in Maple Grove beim all you can eat Chinesen und ich sah auch endlich Eva wieder, die ein paar Stunden zuvor wieder zurück aus Deutschland kam.












Nachdem Annelie Sonntag Mittag zu mir kam und wir gemeinsam unsere Alaskareise weiterplanten, fuhren wir gemeinsam zu unseren Au Pair Meetings, die glücklicherweise am selben Ort und zur selben Zeit stattfanden. Es ging auf zum Elm Creek Park, um dort Snowtubing auszuprobieren. Nichts lieber als das! Wir schmissen uns mit Freude auf die Reifen, veranstalteten Wettrennen und Janus wurde wieder einmal davon überzeugt, dass Schneesport nicht so seins ist. Generell ist das ganze Schnee-Ding nichts für ihn, wie er selber meint. Trotzdem hatten wir alle eine große „Gaudi“ (Für Janus: Wir hatten großen Spaß) und trafen uns danach noch bei ihm zu Hause, wo wir gut ausgestattet mit Pizza, Chips und Keksen das Vikings-Playoff ansahan, das wir ja leider sehr knapp verloren. Das Klischee der netten Minnesotans wurde jedoch bestätigt, als Vikingsfans bei den Interviews nach der Niederlage mehrmals betonten, dass es zwar schade sei aber wir mit großer Freude die Eagles in Minneapolis begrüßen werden.

Den gesamten Montag lang schneite es so sehr, dass nicht nur Schulen geschlossen wurden, sondern auch beide meiner Gasteltern früher von der Arbeit kommen mussten und Curt alle zwei Stunden nach draußen ging, um mit seinem „snowblower“ die Einfahrt freizuräumen. Die Kinder und ich fanden den Schnee aber eher super und veranstalteten am Dienstag einen Schlitten-Schneemann-Schneeengel-Nachmittag im Park.

