Pünktlich um 6:30 Uhr in der Früh weckte uns ein schreiender Cole, der beschlossen hatte, an diesem Morgen das ganze Haus stundenlang rätseln zu lassen, was der Grund seines Weinens war. Bri und Curt machten sich in einer Weinpause mit den Zwillingen auf den Weg zum State Fair und übergaben Cole in Annebelles Obhut, die wir noch kurz unterstützen, bevor wir uns auch auf den Weg machten, um das Festival zu besuchen. Unser Plan war es, auf einem Park & Ride Parkplatz zu parken und mit einem der Gratisbusse zum State Fair zu fahren, um uns die hohen Parkplatzkosten des Festivals zu ersparen. Leider war der Park & Ride Platz natürlich schon voll als wir ankamen, wir hatten aber Glück und fanden einen versteckten Platz neben einem See in der Nähe, wo wir das Auto abstellten und sicherheitshalber noch fotografierten, damit wir wenigstens die Nummerntafel wissen, falls es abgeschleppt werden würde. Mit dem Bus erreichten wir dann auch wenig später schon das Festgelände, wo wir über die Menschenmasse staunten. Ein wenig überfordern von den vielen Eindrücken und tausend Essensständen spazierten wir planlos durch die Gegend und kosteten uns durch die wichtigsten „Spezialitäten“ des Spektakels: Corn Dog, Chocolate Malt, Cheese Curds & Cookies.



Obwohl wir uns alles teilten stellten wir schon nach den Cookies fest, dass wir nicht mehr konnten und entschieden uns für eine Fahrt mit dem Riesenrad, wo wir im Wagon mit einer Mutter mit Höhenangst und ihren zwei Kindern zu sitzen kamen. Die Frau schlug sich nach anfänglichen Angstausbrüchen jedoch gut und gab uns sogar noch Essenstipps.



Vier Stunden in dem Chaos reichten uns jedoch völlig aus und so schlenderten wir wieder Richtung Ausgang, um den Bus zurück zu suchen. Während wir auf diesen warteten, überkam uns ein Müdigkeitsanfall und Laura war kurz dafür sich zu entschließen am Parkplatz zu schlafen.

Die Spannung, ob das Auto wohl noch am „Parkplatz“ stehen würde stieg, umso näher wir dem Ziel kamen. Und tatsächlich: unser Nissan stand noch an der selben Stelle und so stand einer, wegen der Müdigkeit eher stummen Fahrt nach Wayzata zum Lake Minnetonka nichts im Wege. Dort angekommen legten wir uns erst einmal ins Gras und ruhten uns aus, bevor wir uns Stühle schnappten und die Aussicht auf das schöne Wasser und die viele Segler genossen.
Mittlerweile war es Abend geworden und so fuhren wir zurück nach Maple Grove, wo ich Laura noch mein perönliches Highlight präsentierte: Hobby Lobby. Dabei handelt es sich um ein riesen Geschäft, welches voll mit Bastel- und Dekozeug ist – ein Traum für Bastelfans wie Laura und mich. Laura war sofort von meiner Begeisterung angesteckt und so eskalierte unser Einkauf ein bisschen, was für mich in diesem Shop jedoch noch nie anders war.
Das Einkaufen hatte uns hungrig gemacht, also holten wir uns noch ein Sandwich, welches wir an meinem Lieblingssee verspeisten, während wir der Sonne beim Untergehen zusahen.

