Nach einer gemütlichen und ruhigen ersten Nacht im Van wachten wir dank Wecker um 6:00 Uhr morgens auf, zogen uns im Bus um (ein, durch den eher begrenzten Platz, schwieriges Verfahren), kletterten auf die Vordersitze und fuhren los Richtung Þórufoss, wo wir uns erst einmal ein Frühstück kochten. Den Gaskocher stellten wir dabei im inneren unseres Buses auf, da es uns draußen zu kalt war. Nachdem unsere Bäuche voll waren folgten wir dem lauten Rauschen und wanderten den Fluss an dem wir uns befanden ein kleines Stück entlang. Schon wenig später erreichten wir einen Wasserfall, der uns die Kälte für einen Augenblick vergessen ließ.




Einen kurze Autofahrt, die wir alle paar Minuten am liebsten gestoppt hätten, um die unglaublich schöne Landschaft zu genießen, später, wanderten wir eine Schlucht entlang, die deshalb besonders ist, weil sie der Punkt ist, an dem sich die amerikanische mit der europäischen Erdplatte trifft.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Stopp fuhren wir zufällig an einer kleinen Farm vorbei die uns sofort durch ihre Eis-Werbung ins Auge stach und bei der wir dann auch nicht enttäuscht wurden: so nahmen wir um 10:00 Uhr vormittags ein hausgemachtes Eis mit Aussicht auf Kuhstall ein, streichelten die wirklich süßen Hunde des Hofes, füllten unsere Wasserflaschen wieder auf und waren dann gut gerüstet für unsere kleine Wanderung zu den Bruarfoss Wasserfällen. Der Weg dorthin gestaltete sich als der wohl dreckigste Wanderweg den ich je gesehen habe und so war es eine kleine Herausforderung für uns, mit möglichst wenig matschigen Schuhen bei den Wasserfällen anzukommen. Am halben Weg waren wir kurz davor aufzugeben, bekamen dann aber von einem entgegenkommenden Wanderer Mut zugesprochen, die Wasserfälle würden sich lohnen zu besuchen. So nahmen wir auch noch den Rest des Matsches auf uns und wurden mit glasklarem, türkisem Wasser belohnt!






Nach der nicht weniger dreckigen Reise zurück zum Bus, sowie einem Schuheputzen im Fluss, machten wir uns auf den Weg zu Strokkur Geysir, welcher alle paar Minuten „ausbricht“ und warmes Wasser in die Luft befördert. Außerdem gab es 80-100 Grad Celcius heiße Becken, die uns neben ihrem glasklaren Wasser vorallem mit ihrem Schwefelgeruch überzeugten.



Nicht weit von dem Geysir entfernt besuchten wir den eindrucksvollen Gullfoss Waterfall, den wohl bekanntesten Wasserfall Islands. Je näher wir den Wassermassen kamen, umso nasser wurden wir vom herabfallenden Wasser.


Nachdem wir ein paar sonnige Stunden nutzen, in denen wir sogar blauen Himmel sehen konnten, um uns Gemüsereis zu kochen und gemütlich aus dem Topf zu essen, ging es zum letzten Stopp des Tages – dem Kerið Crater. Der Krater überzeugte uns durch das schöne Farbenspiel aus grün, rot und blau und so genossen wir den Rundgang mit Aussicht in die Tiefe und spazierten dann noch im Inneren um den See herum.


Nach einem langen Tag voller wunderschöner Natur suchten wir uns einen Parklatz in der Nähe des ersten Spots, der am nächsten Tag geplant war und verbrachten dort eine regenreiche Nacht.
