Die Exitenz der amerikanishe Freundlichkeit von der man immer hört, kann ich nur bestätigen. Wenn man schon am Flughafen von einem Security-Mann angesprochen wird, dass er deinen Pulli „amazing“ findet, die Kellnerin trotz großem Andrang noch Zeit findet mit dir über deine Zöpfe zu sprechen, die sie so toll findet, ein Policeman mit Maschinengewehr vor sich hinpfeift und der Busfahrer an der Ampel die Scheibe aufzumachen um mit der Frau im Auto daneben über ihren Tag zu quatschen wird dir bewusst – das kann nur Amerika sein.

Der Flug nach Minneapolis war für mich noch einmal um einiges aufregender als der nach New York, da Minnesota meine neue Heimat für das nächste Jahr sein wird. Umso intensiver versuchte ich aus dem Fenster jede Kleinigkeit zu erkennen, als das Flugzeug zur Landung ansetzte und war erstaunt, wie grün Minnesota von oben aussieht. Überall Seen, Wälder und Wiesen und eine wunderschöne Landschaft!

Am Flughafen angekommen, freute ich mich darauf mich noch kurz in den Toiletten frisch zu machen, um dann der Gastfamilie zu begegnen, die mich abholen sollte. Mein Herz pochte wie wild und ich ging im Kopf 100 mal durch, wie die Begrüßung wohl ablaufen würde. Doch nichts da – als ich mit meinem Handgepäck um die Ecke bog stand da plötzlich schon meine Gastfamilie, die ich bis jetzt nur von E-Mails und Bildern kannte und winkte wie verrückt. Die Kinder Callie und Ben kamen auf mich zu und umarmten mich, was meine Aufregung sofort verschwinden lies. Auch von den Gasteltern wurde ich mit einer Umarmung begrüßt und ich hatte das Gefühl, das Eis war sofort gebrochen. Mein Gastpapa Curt half mir noch meinen Koffer zu holen und schleppte diesen dann bis zu ihrem Auto, welches mich erneut ins Staunen versetzte. Riesig ist glaube ich das einize Wort, welches den Anblick des roten Cars beschreibt, in welches wir stiegen. Bei der Heimfahrt zeigten mir meine Gasteltern die Gegend und mir wurde schnell klar – das Autofahren in Minnesota wird ein Spaß. Nach Lust und Laune fuhren alle auf den drei Spuren durcheinander, überholten rechts und links und so etwas wie das Rechtsfahrgebot scheint es sowieso nicht zu geben. Auch an den Kreuzung herrscht nicht die Rechtsregel, sondern zuerst fährt, wer zuerst kommt.

Zu Hause angekommen wartete schon mein Vorgänger-Au Pair mit drei family size Pizzen auf uns, die wir gemeinsam aßen. Nach einer Hausführung und dem ersten Kennenlernen, legten meine Gasteltern die Zwillinge schlafen und auch ich ging hinunter in meine Räume, um meine Koffer auszupacken und danach müde ins Bett zu fallen. Mein Bereich besteht aus einem Zimmer mit (super gemütlichem!) Bett, Fernseher mit Netflix und amazon prime, einem begehbaren Kleiderschrank, einem Bad mit riesen Dusche und einem eigenen Wohnzimmer mit einem zweiten Fernseher mit Playstation. (Um die Privatsphäre meiner Gastfamilie zu schützen möchte ich hier keine Bilder vom Haus posten.)

Mein zweiter Tag in Maple Grove began mit einem wirklich leckeren Kaffee und dem kurzen Besprechen der folgenden Tage mit meinen Gasteltern. Diese machten sich dann auch gleich auf den Weg, da sie bei einer Hochzeit eingeladen waren. Den Tag verbrachte ich mit meinem Vorgänger Au Pair Shaleen, ihrer besten Freundin Miriam und Annelie (welche das neue Au Pair in der Familie von Miriam wird). Gemeinsam machten wir eine Outlet Shoppingstraße unsicher, machten so einige Schnäppchen, gingen mexikanisch Essen und sie zeigten uns ein wenig die Umgebung in der wir wohnen werden. Abends saß ich noch lange mit Shaleen zusammen, wir schauten gemeinsam Filme und sie zeigte mir Fotos von ihrem Jahr hier in Minnesota. Durch diesen Tag konnte ich langsam in meinem neuen zu Hause ankommen und die vielen Eindrücke in Ruhe verarbeiten.


2 Kommentare zu „Ankunft in Minnesota“

  1. Avatar von Elias👌
    Elias👌

    Super dann passts wenns dir gut geht👌👌

  2. Avatar von Astrid
    Astrid

    Ma schade. Wäre sooo neugierig wie das aussieht

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