Das zweite Wochenende in Minnesota startete turbulent, da ich Freitag Früh am eigenen Leibe erfahren musste was es heißt, mit zwei (fast) Dreijährigen pünktlich an einem Ort erscheinen zu müssen. Da Freitag „soccer-day“ im Kindergarten meiner Kids bedeutet, versuchte ich durch das Anwenden aller mir bekannten Tricks die Kinder frisch gekämmt, gewaschen und gefüttert mit ihren Soccer-Shirts in das Auto zu verfrachten und in den Kindergarten zu bringen, wo schon 15 andere Kids in ihren orangenen Shirts saßen. „Soccerday“ ist für die Kinder nicht nur durch das Fußballspielen das Highlight der Woche, sondern auch die Tatsache dass sie am Ende des Vormittags den Kindergarten mit einem Stempel auf und einem Sticker in der Hand verlassen, macht sie Freitag für Freitag aufs Neue glücklich.
Daheim angekommen versuchte ich vergeblich Bennie ins Bett zu bekommen, da dieser langsam anfängt die „Naptime“, also das Mittagsschläfchen zu verweigern, was ich überhaupt nicht verstehen kann. Also setzte ich mich mit ihm im Wohnzimmer vor den Fernseher, in der Hoffnung, er würde vielleicht einschlafen. Doch vergeblich – Bennie würde nie seine Lieblingsfolge von „Paw Patrol“ verschlafen, in der wir nun schon zum siebenten mal diese Woche mit Spannung verfolgten, wie die kleinen Hunde ein Meerjungfrauen-Baby retteten.


Freitag Abends beschloss ich ein weiteres Au Pair zu besuchen, welche 15 Minuten von mir entfernt wohnt und mit der ich schon lange auf WhatsApp Kontakt hatte. Also setzte ich mich ins Auto und fand, Navi sei Dank, ohne Probleme zu Katharina. In ihrem Haus herrschte gerade reges Treiben, da sich Besuch bei ihr befand und so kam es, dass ich von gleich mehreren Minnesotern herzlich begrüßt und vom Gastpapa vor einer Riesenheuschrecke gerettet wurde. Unter dem Besuch war auch ein Mädchen Anfang 20, die uns zum Sushiessen mit ihrer Schwester, auch Anfang 20, einlud. Wir sagten natürlich nicht nein und befanden und ein paar Minuten später in einem Sushirestaurant, wo wir von einem topmotivierten Kellner bedient wurden, der uns wohl die Schuld daran gab, dass er an einem Freitagabend arbeiten musste. Nichtsdestotrotz verschlangen wir gemeinsam vier verschiedene Sushirollen, Shrimsreis und einen Algensalat. Letzteren werde ich das nächste mal wohl eher nicht mehr bestellen. 😅 Danach fuhren uns die beiden Schwestern noch in ihrem Auto herum und zeigten uns Plätze und Restaurants, die wir unbedingt besuchen müssen. Außerdem boten sie uns an, uns bei der nächsten Party mit ihren Freunden mitzunehmen, um Katharinas Geburtstag zu feiern und einige Einheimische in unserem Alter kennenzulernen, was uns sehr freute.


Am Samstag fuhr ich mit drei anderen Au Pairs ins ValleyFair, ein Vergnügungspark in unserer Nähe. Neben unzähligen Achterbahnen, Fahrgeschäften, leckerem Essen, einer Blaskapelle und tanzenden tanzenden Peanuts, begeisterte uns vor allem auch der 90 Meter hohe „Power Tower“, bei dem es hoch hinaus und dann vor allem rasant hintunter ging. Auch im Wasserpark, welcher sich im Vergnügunspark gehörte, hatten wir großen Spaß und probierten Rutschen in allen Variationen und Größen aus.

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​​​Der Sonntag begann mit einem Frühstück mit meiner Gastfamilie und ging dann weiter mit einer Autofahrt zu Janus, einem BroPair, welcher am Freitag ankam und im selben Ort wie ich wohnen wird. Gemeinsam fuhren wir zum Lake Calhoun in Minneapolis, um dort noch fünf andere AuPairs, darunter auch wieder Annelie und Katharina, zu treffen. Wir verbrachten den Nachmittag am Sandstrand des Sees, hatten eine Freude mit den Enten und lernten uns besser kennen. Die Heimfahrt in meinem Auto gestaltete sich sehr lustig, da Janus und ich uns auf Anhieb gut verstanden und ein kleines, 30-minütiges Gesangskonzert auf dem Weg zurück nach Maple Grove hinlegten. 😄


Morgen starte ich in meine zweite Arbeitswoche und freue mich auf viele neue Erlebnisse!☺️


3 Kommentare zu „2nd weekend“

  1. Avatar von Andrea Ulz
    Andrea Ulz

    Spannendes Wochenende!
    Es heißt, die Amerikaner sind sehr freundlich und herzlich, aber richtige Freundschaft zu knüpfen sei schwierig. Bei dir, Miriam scheint das anders zu sein, wie machst du das?
    Schöne Woche! Viel Freude weiterhin!

    1. Avatar von miriamabroadblog

      Weiß auch nicht, klappt aber bis jetzt ganz gut mit den Freundschaften 😄
      Danke, euch auch eine schöne Woche!

  2. Avatar von Astrid
    Astrid

    Die Blaskapelle is ja lustig, so lustig und fröhlich wie du Miriam! Ich glaube deshalb klappt des mit den Freundschaften so gut und Musik (du singst ja gerne und oft) verbindet ja bekanntlich Menschen.

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