Montag Nachmittag kam CurtÂŽs Mutter zu uns um mit den Kindern auszuhelfen, da Bri und Curt die nĂ€chsten NĂ€chte im Krankenhaus verbringen wĂŒrden. Dienstag morgens um 5:30 Uhr starteten die beiden auch schon los Richtung Krankenhaus, wĂ€hrend meine Gastoma, Callie, Ben und ich uns einen gemĂŒtlichen Spielevormittag zu Hause machten und alle paar Minuten unsere Handys checkten, um ja keine Nachricht von Curt zu verpassen. Ein wenig nach 8:00 Uhr war es dann so weit, mein Handy klingelte und die freudige Nachricht gemeinsam mit einem ersten Foto erreichte uns: Colton James Melchert kam um 8:05 Uhr gesund und munter auf die Welt und auch Bri war wohlauf. Wir freuten uns riesig und die Kinder waren sehr aufgeregt, auch wenn sie nicht ganz verstanden wer dieser Cole jetzt eigentlich war und was er mit Mama im Krankenhaus machte. Nachdem wir mit den Kindern noch bei den Gymnastics waren, die Zwillinge jeweils ein Bild fĂŒr „babybrother“ malten und alle mit Lunch gestĂ€rkt waren, konnten wir uns endlich auf den Weg ins Krankenhaus machen, um unser neuestes Familienmitglied kennenzulernen. Curt holte uns am Eingang des Krankenhauses ab, wir kauften noch einen StrauĂ Blumen (pink natĂŒrlich, da Callie ihn aussuchen durfte) und standen wenig spĂ€ter auch schon vor BriÂŽs Zimmer. Es war wirklich bezaubernd mitanzusehen, wie Ben und Callie, anfangs noch mit Respektabstand, aufmerksam ihren neuen Bruder begutachteten und ihn wenig spĂ€ter auch schon halten durften. Super vorsichtig wurde Cole von oben bis unten inspiziert, gestreichelt und bekam sogar seine ersten Bussis auf seine Stirn. Auch ich kam in den Genuss Colton zu halten und wolle ihn am liebsten gar nicht mehr hergeben.
Die darauffolgenden Tage fuhr ich mit den Kindern ins Krankenhaus um Cole zu besuchen, da die beiden gar nicht genug davon kriegen konnten, ihn zu halten. Freitag, wĂ€hrend die Kids in der Schule waren, kamen Bri, Curt und Cole dann nach Hause, was fĂŒr alle die nĂ€chste Aufregung darstellte. Die Kinder waren natĂŒrlich super froh, Mama und Papa wieder daheim zu haben und auch Cole wurde mit offenen Armen von ihnen begrĂŒĂt. Die beiden genieĂen es sehr, die groĂen „Helfer“ zu sein, Cole zu fĂŒttern, zu halten und ihm ihre gesamten Spielsachen zu zeigen.






Dieses Wochenende kam die gesamte Familie von Bri zu Besuch, sodass wir eigentlich immer full house hatten. Dies war jedoch nicht das einzige, das dieses Wochenende passierte. Freitag Abend besuchten Eva und ich AnnelieÂŽs „Crossfit Opens“, eine Art Wettkampf bei dem sie mitmachte und wir sie natĂŒrlich fleiĂig anfeuerten.
Samstag machten Annelie und ich uns auf zum Klettern, um den Gutschein einzulösen, den meine Gasteltern mir zu Weihnachten geschenkt hatten. Es machte groĂen SpaĂ die WĂ€nde hochzuklettern, auch wenn ich es mir weniger anstrengend vorgestellt hatte, als es war! Abends trafen wir uns mit Eva bei Cheescake Factory zum Dinner und shoppten danach noch ein „wenig“ bei American Eagle. Als Annelie und ich abends zurĂŒckkamen und bei mir einparken wollten, blieb ihr Auto in den 30 cm Neuschnee auf der StraĂe stecken und es war uns weder möglich zurĂŒck, noch nach vorne zu fahren. Unsere Nachbarn von GegenĂŒber, welche gerade dabei waren ihre Einfahrt freizuschaufeln, sahen unser kleines Problem und kamen sofort auf uns zu, um uns zu helfen. Zu dritt schoben wir AnnelieÂŽs Auto an, wĂ€hrend diese aufs Gas drĂŒckte und es gelang uns, das Auto zumindest einmal vor unsere Einfahrt zu bekommen. Da diese leicht bergauf ging, brauchten wir fĂŒnf Versuche, bis es uns letztendlich geland das Auto vor das Garangentor zu bekommen. Nachdem wir uns 100 Mal bei dem netten Nachbarspaar bedankt hatten, welche nur lachend „Welcome in Minnesota“ meinten, gönnten wir uns einen gemĂŒtlichen Film, um die Aufregung zu verdauen.



Am Sonntag ĂŒberredete ich Janus, Annelie und Eva dazu mit mir ein Kunstmuseum zu besuchen, welches mir sehr gut gefiel. Ich erzĂ€hlte meinen Freunden alles was ich ĂŒber moderne Kunst im 20. Jahrhundert wusste und versuchte sie mit meinem Interesse anzustecken, bin mir aber nicht ganz sicher dass mir das gelang. Trotzdem taten sie freundlicherweise wenigstens so als wĂ€ren sie auch interessiert und hielten bis zum Schluss ohne Jammern durch, bevor wir uns auf den Weg zu Eva machten, um uns dort von Annlie Wraps machen zu lassen und den Abend gemĂŒtlich ausklingen zu lassen.



