Das erste Mal Campen für Jona! Hoffentlich gefällt es ihm genauso gut wie seinen Eltern, aber viel Wahl hat er ja eh nicht. 🤷♀️
Los ging es eigentlich schon am 10.09., wo wir uns von Purkersdorf aus auf den Weg nach Markt Hartmannsdorf machten. Von dort aus holte Flo am nächsten Tag in Graz unseren Van für die nächsten drei Wochen ab. Nach logistischen Höchstleistungen im Einschlichten unserer sieben Sachen, die durch Jona ja doch ein wenig mehr geworden sind, starteten wir den Urlaub ganz offiziell am Freitag mit der Fahrt nach Graz, um unsere Mitreisenden Michi & Sandi abzuholen. Leider nahmen diese unsere Anweisungen, in den rollenden Bus reinzuspringen um Jona nicht aufzuwecken, nicht ernst und so wurde der erste Teil unserer Fahrt von Jonas Jammern begleitet und „Baby Einschlafmusik“ lief in Dauerschleife. Als er es endlich schaffte wieder einzuschlafen, schlief er allerdings bis knapp eine Stunde vor Venedig durch, was für alle Beteiligten sehr angenehm war.

Am Campingplatz angekommen fanden wir einen schönen Platz mit Aussicht auf Meer und Venedig, den wir mit Pizza und Tratschen genossen. Jona scheint viele Facetten des Campens schon cool zu finden, so hängt er gern lässig in seinem Campingstuhl ab und begutachtete schon sorgfältig jede Ecke unseres Vans.



Schlafen gehen war bei so viel Spaß natürlich keine Option und so dauerte es eine Weile und viele Bemühungen meinerseits, bis Jona endlich einschlief. Zwischendurch musste er auch immer wieder checken ob die anderen vorm Bus eh noch da waren und winkte munter aus dem Dachzelt.
Man muss fairerweise sagen, dass das Schlafen durch Schiffshupen, Hunde, tief fliegende Flugzeuge sowie lauten Campingplatz-Durchsagen nicht gerade erleichtert wurde – Jona aber trotzdem mit nur zwei kleinen Stillpausen durchschlief.
Auf weckte er uns genau rechtzeitig zum Sonnenaufgang, den wir durchs Dachzeltfenster bewunderten. Am riesigen Schiff das vorbeikam fand besonders Jona großen Gefallen.
Gefrühstückt wurde mit frischen Croissants vom Camping-Markt.
Um 11:00 Uhr machten wir uns schließlich auf zum nur fünf Fahrminuten entfernten Hafen, wo drei Stunden später unser Schiff mit dem mehr oder weniger passenden Namen Superfast 5 (Höchstgeschwindigkeit 45 km/h) ablegen sollte. Als Flo mit dem Auto schon aufs Schiff fuhr und wir anderen mit unserem Gepäck noch durch die Sicherheitskontrolle mussten, stellten wir mit Schrecken fest, dass Flo und Michi ihre Tickets vertauscht hatten und die Namen so nicht mit denen in den Reisepässen übereinstimmten. Die Sicherheitsfrau nahm dies genervt auf, zum Glück war es ihr aber doch zu blöd sich noch länger mit uns herumzuschlagen und wir durften boarden.




Wir bezogen unsere Kabine (in die der Kinderwagen mit Müh und Not hineinpasste) und suchten uns dann ein Plätzchen, von dem aus wir das Ablegen gut beobachten konnten. Dort verbrachten wir den gesamten Nachmittag mit Jausnen, Naschen, Meer schauen und Rätseln, welche Berge und Städte wir wohl gerade am anderen Ende des Meeres ausmachen konnten.


Jona hielt fast bis zum Sonnenuntergang durch, verschlief diesen dann aber knapp bei Papa in der Trage.

Die Nacht zu fünft in der Kabine verlief recht ruhig und so standen wir mehr oder weniger fit um 6:30 Uhr schon wieder an Deck, um den Sonnenaufgang zu bewundern. Die Temperatur war dabei schon deutlich wärmer, als noch am Abend davor.
Die Stunden bis zur Ankunft in Griechenland am späten Nachmittag verbrachten wir mit Kaffee trinken, Tratschen, Spielen, Jausnen und Jona auch mit Schlafen im Kinderwagen bei gemütlichem Meeresrauschen.
Weniger entspannt wurde es, als wir in Igoumenitsa anlegten und vom Schiff wollten. Am Schiff sinnierten wir noch darüber, wie kompliziert die Logistik hinter dem richtigen Schlichten der Autos auf den drei Parkdecks wohl war, damit alle am richtigen Zielort wieder vom Schiff fahren können. Als wir abfahrbereit im Auto saßen fiel uns auf, dass die Autos neben uns alle ein Schild mit der Stadt „Patras“ hinter der Windschutzscheibe liegen hatten und scherzten darüber, dass wir wahrscheinlich falsch standen. Als Michael jedoch auch die Autos hinter uns abging kam er mit der erschreckenden Nachricht zurück, dass auch hinter uns alle in die nächste Stadt weiterfahren wollten. Wir waren also von allen Seiten eingeparkt. Als auch die Schiffsmitarbeiter dies bemerkten, brach eine leichte Unruhe aus und die Kennzeichen der sechs Autos hinter uns wurden immer wieder am Schiff ausgerufen. Nach und nach trudelten die Fahrer ein – nur ein gewisser Alexander blieb unauffindbar. Unser Held war ein deutscher Tourist, der in sein Auto in Millimeterarbeit ausparkte, sodass wir anderen trotz des einen noch parkenden Autos raus konnten. Die Erleichterung, als wir endlich vom Schiff fuhren war groß!
Eine halbe Stunde fuhren wir noch weiter in den Süden, wo wir am Campingplatz Sofas ankamen, den Flo aus seiner Kindheit kannte. Wir fühlten uns sofort pudelwohl und lernten auch gleich ein nur einen Monat jüngeres Baby als Jona kennen, das im Bus neben uns wohnte.
Natürlich wollten wir auch gleich noch ins Meer. Jona war wegen der doch etwas höheren Wellen, gepaart mit Müdigkeit, ein wenig skeptisch, genoss die lange Dusche danach jedoch umso mehr.


Glücklicherweise geht der Empfang unseres Babyphons vom Bus bis zum Campingplatzrestaurant und so war es uns möglich ein herrliches griechisches Abendessen zu genießen, während Jona friedlich im Dachzelt schlief.
