Freitag, 23.3.

Der 23. März 2018, der Tag auf den ich seit Oktober hinfieber, war endlich gekommen. Es fühlte sich unreal an zu wissen, dass meine Familie bald amerikanischen Boden berühren und mich besuchen würde. Ich konnte mir irgendwie nicht vorstellen wie es sein würde, wenn meine „österreichische und amerikanische Welt“ aufeinandertreffen. Wie oft habe ich mir gedacht „Das muss ich unbedingt meiner Familie zeigen, wenn sie hier sind!“, wie oft habe ich mir ausgemalt wie ich sie am Flughafen abhole und mich gefragt was sie wohl von all den Dingen hier halten. Ich konnte es kaum realisieren, dass es nun wirklich soweit war und meine Liebsten auf mein Leben hier treffen und all die Menschen die mir in letzter Zeit so wichtig geworden sind, kennenlernen würden.

Eva erklärte sich bereit mich zum Flughafen zu bringen, auch wenn ihre Freundin aus Deutschland gerade zu Besuch war. Diese wurde einfach auch eingepackt, genauso wie Janus und wir machten uns auf den Weg zum Flughafen. Vor lauter Aufregung vergaß ich meine Handtasche, fing andauernd von 3 Themen gleichzeitig an zu reden und machte meine Freunde leicht nervös, da ich herumhüpfte und wiederholt erläuterte, wie aufgeregt ich denn sei. Da meine Familie bis dahin noch keine Zeit gefunden hatten sich mit dem WLAN zu verbinden und wir somit keine Ahnung hatten ob sie denn schon aus dem Flugzeug waren, gingen wir einfach einmal planlos, ausgerüstet mit einem „Welcome to Minnesota Familie Ulz“ Schild, los Richtung Kofferbänder. Umso überraschter war ich, als ich die vier plötzlich auf ihr Gepäck wartend stehen sah. Seht am besten einfach selbst:

Das erste das ich mir dachte als ich sie sah war wohl, „Wow, Michi ist aber groß geworden!“ 😀 Es war so schön sie alle wieder einmal in die Arme zu schließen und es war sofort so, als wäre ich nie weggewesen. Da die Reisenden nach ihren drei Flügen ziemlich fertig waren holten Papa und ich noch unseren Mietwagen, der dank eines sehr netten Mitarbeiters sogar noch gratis zu einem größeren SUV geupgradet wurde, als er uns 5 mit den vielen Gepäckstücken stehen sah. Papa setzte sich mutig sofort vors Steuer und brachte uns sicher in die Unterkunft für diese Nacht, ein AirBnb von Susan. Kurze Hintergrundstory zu der Unterkunft: Ursprünglich war geplant dass meine Familie erst am 24.3. ankommt, weshalb wir am 23. kein Hotel gebucht hatten, was ich erst am selben Tag vormittags geschockt realisierte. Gott sei Dank konnte ich jedoch die tolle Unterkunft bei Susan finden, die zwei Zimmern mit Badezimmern für meine Familie bereitstellte und ihnen am nächsten Morgen sogar noch ein klassisches amerikanisches Frühstück zubereitete:

Samstag, 24.3.

Toast, Kaffee und Eierspeise. Auch ich war zu diesem Frühstück eingeladen und so saßen wir Samstag Morgen beisammen, um Pläne für den Tag zu schmieden. Einstimmung wurde beschlossen, nach Albertville, einem Outlet-Center, zu fahren um dort zu Bummeln und wie sich herausstellte – nicht schlecht zu shoppen! Zufällig trafen wir in der Einkaufsstraße auf Annelie und ihre Familie, welche auch über Ostern zu Besuch in Minnesota war, und verabredeten uns zum gemeinsamen Dinner. So trafen wir uns abends bei der „Cheesecake Factory“, welche gestopft voll war und uns zwei Stunden Wartezeit prophezeit wurden. Also suchten wir den danebengelegenen „Redstone“ auf, waren bereit die Stunde Wartezeit auf uns zu nehmen und waren ziemlich genervt, als wir fast zwei Stunden später noch immer keinen Platz hatten. So beschlossen wir zu „Olive Garden“ weiterzufahren, wo wir Gott sei Dank sofort einen Platz bekamen, von einem sehr gesprächigen und lustigen Kellner bedient wurden und wirklich gut aßen.

Sonntag, 25.3.

Der Sonntag war voll von Sightseeing: Wir begaben uns Downtown Minneapolis, wo ich den Reiseführer spielte und meiner Familie den Sculpture Garden, die Basilica Saint Mary und eine Aussichtsplattform im 32. Stock eines Wolkenkratzers zeigte, von der aus die Skyline der Stadt sehr gut zu sehen war. Abends fuhren Mama und Papa meine Brüder und mich nach St. Paul, wo wir uns ein Eishockeygame, Minnesota Wild vs. Boston Bruins,  im Xcel-Center ansahen. Dies hatte ich als Überraschung für Michael geplant, der sich sehr darüber freute und vor allem die Stimmung im Stadion genoss, auch wenn wir leider in der Overtime noch knapp verloren. Vor dem Spiel bekamen wir jedoch sogar noch jeweils einen Puck und Urkunden, da es unser erstes Wild-game war, das wir besuchten. Diesen Geheimtipp hatte uns noch die Dame gegeben, die den ganzen Abend lang im Lift auf und ab fährt, um alle Besucher in das richtige Stockwerk des Stadions zu bringen. Nach dem Spiel holten unsere Eltern, welche inzwischen die Palmsonntagmesse in der Basilica besuchten, wieder ab und fuhren mich nach Hause, bevor alle müde in ihre Betten fielen.

Montag, 26.3.

Am nächsten Morgen brachte ich die Kinder in die Schule und wurde danach schon von Mama und Papa abgeholt. Ich brachte den beiden noch einen typischen amerikanischen Kaffee von zu Hause mit, natürlich in den großen Bechern, wie es sich hier gehört. Ich bin mir nicht ganz sicher ob der Kaffee den beiden geschmeckt hat, ist halt sehr anders als der Nespresso Kaffee den sie von zu Hause gewohnt sind. Von meinem Haus aus fuhren wir tanken, wo sich Papa zwar über die billigen Benzinpreise freute, wir uns jedoch nicht sicher waren, welches Gas in den Mietwagen gehörte. Nachdem wir alle Beschreibungen und Bücher im Auto durchgelesen und immer noch nichts gefunden hatten rief ich Curt an, der mir sagte es sei nur wichtig, KEINEN Diesel zu tanken, da er sich sicher sei, wir tanken Benzin 87, so wie es hier Standard ist. Also hörten wir auf ihn und wie sich herausstellte hatte er recht mit seiner Vermutung, da sich das Auto bis zum Ende des Urlaubs normal verhielt und ganz blieb. Mit vollgetanktem Auto holten wir die Jungs am Hotel ab und begaben uns ins berühmte „Pancake house“, welches ich meiner Familie natürlich nicht vorenthalten konnte. Nach Riesenportionen Speck-Pancakes, Veggie-Omelette, Chocolate-Pancakes, laktosefreien Blueberrie-Pancakes, sowie Scrambled Eggs waren wir alle mehr als gesättigt und ready für die Mall of America, in der wir den gesamten restlichen Tag verbrachten. Neben shoppen (wir schafften an dem Tag gerade einmal eines der vier Stockwerke) beschlossen wir das „Fly over America“, ein 5D-Kino, zu besuchen, wo wir virtuell über die schönsten Plätze der USA flogen, gingen bowlen, wo wir alle mindestens einen Strike schossen, und Samy durfte sich ein paar Rides im Nickelodeon-Vergnügungspark aussuchen. Abends stellten sich die Männer noch eine Pizza zusammen und ich zeigte Mama das mexikanische Essen bei Chipotle, eines meiner und Curts Lieblingsrestaurants hier.
Hundemüde schleppte ich meine Familie dann noch mit zu Target, um ein paar Kleinigkeiten zum Jausnen und Frühstücken für die nächsten Tage zu kaufen. Michi und Samy cruisten mit dem Einkaufswagen durch das Riesengeschäft, während meine Eltern und ich versuchten möglichst clever einzukaufen. An der Kassa hatten meine Brüder und ich einen Lachanfall, der nur noch schlimmer wurde als Michael und ich den Einkaufswagen in seinen „Parkplatz“ hoben statt schoben, da wir nicht beim Auto vorbeikamen. Da wurde mir wieder einmal klar, wie sehr ich die beiden eigentlich vermisst habe, denn niemand anders lacht mit mir minutenlang durch, ohne eigentlich zu wissen warum.

Dienstag, 27.3.

Der Dienstag war für uns alle sehr aufregend, da meine Familie endlich Ben und Callie kennenlernen sollte. Ich freute mich riesig darauf, hatte jedoch auch ein wenig Angst da ich wusste, dass Callie sehr schüchtern und ängstlich auf fremde Menschen reagiert. Tagelang davor hatte ich immer wieder erwähnt dass meine Brüder kommen um mit ihnen zu spielen, um die beiden ein wenig darauf vorzubereiten. Ich fuhr also morgens los zu einem Indoor-Playground, wo meine Familie eine Stunde später auch eintraf. Gespannt warteten wir schon am Eingang und Ben schnappte sich sofort aufgeregt Mamas Hand und wollte sie mit in den Spielplatz schleppen. Ich musste ihn ein wenig bremsen, damit Jacke und Schuhe ausgezogen werden konnten, dann zog er auch schon alle mit, um ihnen alles zu zeigen. Callie musste ich die ganze Zeit über noch hupperln und sie schaute sicherheitshalber in die andere Richtung, damit sie niemand zu genau anschauen konnte. Während Ben aufgeregt durch die Halle lief und schon bald auch Steckdosen und Stühle präsentierte als wären sie Attraktionen, da ihm die wirklich spannenden Dinge langsam ausgingen, kam Samy zu Callie und redete mit ihr, bis diese sich schließlich zögernd von mir löste, um ihm ihre Tricks am Klettergerüst zu zeigen. Mit seiner ruhigen Art hatte er ihr Vertrauen bald gewonnen und sie war sogar bereit ohne mich mit ihm Bücher zu lesen. Ben hielt inzwischen alle auf Trapp, es wurde gespielt, gebaut und gelacht.

Mittags bekam ich eine Nachricht von Bri, sie hatte Pizza besorgt und lud meine gesamte Familie ein, bei uns Lunch zu essen. Also machten wir uns auf den Weg nach Hause, wo Ben mit den Worten „Hi Mum, I brought some friends!“ durch die Tür kam. Wir aßen Pizza, bauten Lego, das Mama den Kids mitgebracht hatte und unterhielten uns gut mit Bri. Michi wagte es einmal, Ben beim Legobauen zu sagen, ein Teil gehöre nicht dorthin wo er es haben wollte. Sofort kam er in den Geschmack von Ben´s netten Worten, die wir immer zu hören bekommen wenn wir etwas sagen oder tun, das ihm nicht gefällt: „You make me mad, you´re not going to be my friend anymore!“. Gott sei Dank hält sein „mad-sein“ nie lange an, und so verabschiedeten wir uns nach dem gemütlichen Beisammensitzen bald wieder um uns auf den Weg nach Minneapolis zu machen, wo wir die „Stone Arche Bridge“ entlangspazierten und die Skyline bewunderten.

Abends entführte ich meine Familie ins Kino, wo wir „The Greatest Showman“ anschauten, den ich für Mama ausgesucht hatte. Eigentlich ging es mir ja darum ihnen zu zeigen, wie gemütlich die Kinos hier waren, mit den Sitzen die zu Liegen umfunktioniert werden konnten.

Mittwoch, 28.3.

Mittwoch Morgen nachdem ich die Kinder in die Schule gebracht hatte holte mich meine Familie auch schon ab und wir machten uns für zwei Tage auf den Weg up north – nach Duluth. Auf dem Hinweg hielten wir auf Empfehlung meiner Gastmama bei „Tobie´s“ an, um uns mit Zimtschnecken, Donuts, Kaffee und Kakao zu stärken und fuhren dann durch, bis wir drei Stunden später das „Split Rock Lighthouse“ erreichten. Nicht nur der Leuchtturm und die Aussicht auf den größten See der USA, den Lake Superior, waren beeindruckend, auch der alte Mann der den Leuchtturm betreibt und wohl für diesen lebt und seine Geschichten waren ein Highlight dieses Stopps.

Beim nächsten Stopp, dem „Tettegouche State Park“, bot sich uns nach einer Meile Fußmarsch ein unglaublicher Ausblick auf den Lake Superior und seine Klippen.

Den dritten und letzten Stopp des Tages stellten die „Gooseberry Falls“ dar, noch immer gefrorene Wasserfälle, welche sich in drei Etagen erstreckten. Wir umrundeten sie, was sich durch die gefrorenen Wege und Treppen voller Eis und Schnee als gar nicht so einfach herausstellte.

Nach den drei Stopps machten wir uns auch endlich auf den Weg zum Hotel, welches direkt am berühmten Lighthouse von Duluth lag. Dank meinen Gasteltern, welche dieses Zimmer für uns gebucht hatten, genossen wir eine sehr geräumige Suit mit wunderschönem Ausblick auf den Lake, der noch halb mit Eisschollen bedeckt war. Nachdem wir bei „Old Chicago“ noch lecker zu Abend gegessen hatten, zeigte ich den andern, wie wir traditionell über dem Feuer „S´mores“ machen. Marshmallows werden auf Stöcke gespiest, über dem Feuer weich gemacht und gemeinsam mit einem Stück Schokolade zwischen zwei Keksstücken gegeben. Nach dieser süßen Nachspeise fielen alle sehr müde in die Betten.

Donnerstag, 29.3.

Der nächste Morgen war gezeichnet von einem Fotoshooting am Lake, da wir den strahlend blauen Himmel und das wunderschöne Ambiente mit Eisschollen, See und Leuchtturm natürlich ausnutzen mussten. Meine Familie ist die Kälte in Minnesota nicht gewohnt und so machten wir wenig später eine Kaffeepause in Caribou, wo ich ihnen das Minnesotische Kaffeehaus mit seinen Spezialitäten zeigen konnte. Als alle wieder aufgewärmt waren konnte ich die anderen leider nicht zu einer Outdoor-Beschäftigung überzeugen, so verbrachten wir den Nachmittag im Aquarium, welches sich auch als interessant herausstellte und wo wir sogar Fische streicheln durften.

Eine dreistündige Heimfahrt später, fanden wir uns in der „Cheesecake Factory“ wieder, wo wir dieses mal mit nicht einmal 5 Minuten Wartezeit einen Platz bekamen. Ich hatte nicht zu viel versprochen und alle genossen ihr Essen, bis auf Michael, der wegen der Schärfe leider nicht mehr so viel schmeckte.

Freitag 30.3.

Am Freitag trafen wir uns vormittags wieder einmal zum shoppen, dieses mal im Ridgedale Center, wo sich Samy eine Nintendo Switch und Papa eine Apple Watch gönnen. Mittags holte ich die Kids von der Schule ab und traf den Rest meiner Familie wieder bei „Cherry Berry“, wo wir uns alle ein Frozen Yoghurt holten. Ben entschied alle Toppings auf einmal auf sein Yoghurt zu geben, Gott sei Dank schaffte er es immer nur ein kleines bisschen aus den Maschinen zu bekommen.

Nachdem ich die Kinder wieder heimgebracht hatte, besuchten wir noch kurz die halb zugefrorenen Minnehaha Fälle und machten uns dann schon auf den Weg ins Hotel, um uns für Mamas Geburtstagsüberraschung fertigzumachen. Ein Dinner + Musical. Wir genossen ausgezeichnetes Essen, Wein und tolle Musik und Tanz!

Später fuhren Michael und ich zu Nowah, wo auch schon Ayad und Eva auf uns warteten. Gemeinsam mit ihnen begaben wir uns Downtown, um Michael unseren Stammclub, das „Gay 90s“, zu zeigen. Ganz wohl fühlte er sich glaube ich nicht immer zwischen den vielen ausgeflippten Persönlichkeiten, trotzdem hatten wir großen Spaß und übernachteten bei Eva.

Samstag 31.3.

Nachdem wir uns ein wenig ausgeschlafen hatten, holte uns Papa auch schon bei Eva ab, da wir mit meinen Freunden Auggie und Janet zum Lunch verabredet waren. Die beiden haben extra ein Restaurant neben dem US Bank Stadium herausgesucht, damit wir dieses danach noch umrunden und bewundern konnten. Wir konnten sogar hinein, jedoch war es leider nicht möglich aufs Spielfeld zu sehen, da gerade ein College-Baseballspiel stattfand. Trotzdem war es für alle cool das Stadion, in dem der heurige Superbowl stattfand, so nah zu sehen!

Nach dieser kleinen Besichtiungstour und nachdem wir uns wieder von Auggie und Janet verabschiedet hatten nutzten wir die Gelegenheit, dass wir schon Downtown waren und besuchten Mills Ruins Park und die „Endless Bridge“, von der aus wir eine tolle Aussicht auf den Mississippi genießen konnten. Zurück im Auto fuhren wir außerdem noch am Twins-Stadium und an der „University of Minnesota“ vorbei und meine Familie staunte über den riesigen Campus.

Abends von 5 bis halb 8 musste ich auf die Kids aufpassen, worin mich meine Brüder unterstützten. Es war echt lustig mal Gehilfen zu haben und es gestaltete sich als viel einfacher als sonst, die beiden ins Bett zu bekommen!

Nachdem Bri und Curt wieder daheim waren, fuhr ich mit meinen Brüdern zu „Which Wich“, wo wir Mama und Papa trafen um uns ein Sandwhich zusammenzustellen und zu verspeisen. Danach machten wir uns einen gemütlichen Spieleabend im Hotel und genossen einfach die Zeit miteinander.

Sonntag, 1.4.

Am nächsten Morgen genoss ich erst einmal Ostereiersuche und -bemalen mit meiner Gastfamilie, bevor ich mich um 12:00 mittags mit meiner anderen Familie bei der Basilica traf, wo wir die Ostermesse besuchen wollten. Wir fanden noch einige Plätze ziemlich weit hinten und feierten eine sehr schöne Messe. Highlight war warscheinlich das „Allelujah“, welches anscheinend bei einer Folge Mr. Bean vorkommt und Samy große Mühe kostete, nicht laut loszulachen.

Nach der Messe machten wir uns auch gleich auf den Weg zu mir nach Hause, wo wir von Bri und Curt zum Osteressen eingeladen waren. Ein solches Osteressen hatten wir wohl alle noch nie, denn es gab Burger, Chips, Mais, Mushrooms und Nudelsalat. 😀 Wir verbrachten einen sehr schönen Nachmittag bei meiner Gastfamilie, mit Osternestsuche und viel Getratsche und es war wirklich schön für mich, dass sich meine beiden Familien endlich kennenlernten und so gut verstanden! Ben war besonders fixiert auf Papa, wollte ihn neben sich sitzen haben und erzählte jedem stolz, dass er ihm beim Schneiden seines Essens geholfen hat.

Nach dem gemütlichen Nachmittag ging es auch schon wieder ab nach Minneapolis, wo Michi, Samy und ich ein Timberwolves (Bastketball) Spiel besuchten. Wir hatten (wieder einmal dank Bri und Curt) super Plätze und konnten fast bis ganz nach unten ans Spielfeld gehen! Michi war sehr aufgeregt und freute sich, die Stimmung im Stadion einmal live erleben zu können. Wir trafen sogar das Maskottchen Crunch und erhaschten ein Foto mit ihm!

Den Abend liesen wir dann noch alle gemeinsam mit einer Runde Bohnanza bei Starbucks ausklingen, bevor ich zurück nach Hause und die anderen ins Hotel fuhren.

Montag, 2.4.

Montag Vormittag, nach einem letzten gemeinsamen Frühstück im Hotel, fuhren wir schon zum Flughafen, wo wir es nach einigen Anläufen schafften einzuchecken und die Koffer aufzugeben und es war Zeit, wieder „goodbye“ zu sagen. Der Abschied war traurig und obwohl ich mich versuchte sehr zusammenzureisen, musste ich ein paar Tränen verdrücken. Jedoch weiß ich dass ich meine Lieben in vier Monaten schon wieder sehen werde und die Zeit dahin bestimmt verfliegen wird, also war es nicht zu schlimm.

Die Zeit mit meiner Familie hier war wunderschön, es war toll ihnen endlich einmal zeigen zu können, wie ich hier lebe, mit welchen Leuten ich hier abhänge und warum ich mich hier so wohl fühle. Ich konnte jeden Tag genießen und mir ist zum ersten mal so richtig klar geworden, wie sehr ich meine Lieben zu Hause eigentlich vermisse. So sehr ich es hier liebe und meine Zeit hier genieße, ich freue mich doch wieder auf daheim, auf die vielen lieben Menschen die auf mich warten und die Zeit die ich mit ihnen verbringen darf. Somit ein ganz lieber Gruß an meine wahnsinnig tolle Familie, die hier immer fleißig liest und kommentiert: See you in a few months!


14 Kommentare zu „Reunited after 8 months ❤️“

  1. Avatar von Raimund

    Liebe Miriam,
    vielen Dank für diesen für so wunderbaren Blog-Eintrag. Ich habe beim Lesen deiner Erzählung dieser zehn Tage bei dir in der USA 🇺🇸 alles nochmals gefühlsmäßig durchlebt, nein: durchleben dürfen. Ich musste stellenweise sogar herzhaft lachen und großteils aus Freude weinen.
    Miriam, DANKE für diese wunderschönen Tage in deiner neuen und für mich fremden Welt! Deine Fröhlichkeit, deine Energie, deine Lebensfreude, deine Geduld, deine Hilfsbereitschaft, deine Herzlichkeit, deine ……. (mir gehen die Worte aus dich zu beschreiben), einfach DEIN WESEN sind es, die dich für alle Menschen auf dieser Welt, egal aus welchem Land oder Kontinent so liebenswert und mich als Papa unheimlich stolz machen ❤️!
    Wir sehen uns bald wieder!
    Dein Papa

    P.S.: Richte bitte auch nochmals an Bri und Curt meinen Dank für alles aus und grüße die Kids vor allem „Ben“ von mir ganz herzlich!

    1. Avatar von miriamabroadblog

      Danke Papa für deine schönen Worte, ich hab dich so lieb!

      Bussi und bis bald ❤️

      P.S.: Richt ich aus, die beiden reden eh nur von euch. Wollen andauernd wissen wann ihr zurückkommt!

  2. Avatar von Donnerer Christine
    Donnerer Christine

    Wow Miriam ,deine Erzählungen sind einfach super zu lesen. Auch ich musste stellenweise lachen aber auch weinen, natürlich Freudentränen. Ich freu mich das ihr so viel zusammen erlebt habt, und du deinen Lieben deine amerikanische Welt und Freunde zeigen konntest. Sie haben schon viel von Amerika und euch erzählt. Mit Begeisterung! Du hast ihnen eine unvergessliche Zeit beschert.
    L G. Christl

    1. Avatar von miriamabroadblog

      Ich bin echt sehr dankbar dass ich diese Zeit mit ihnen hier hatte! War echt schön sie bei mir zu haben!
      LG Miriam

  3. Avatar von Helmut u. Christine Ulz
    Helmut u. Christine Ulz

    Hei Miriam !!
    Deine Blogeinträge sind einfach wunderbar, so kann man sich vorstellen wie sehr Ihr die Zeit mit einander verbracht und genossen habt.
    Omi und ich haben die schriftl. Erzählungen genossen. Bitte um weitere Einträge.
    Herzlichst : Omi u. Opa.

    1. Avatar von miriamabroadblog

      Danke Opi!

  4. Avatar von Andrea Ulz
    Andrea Ulz

    Es waren wunderschöne Tage, die ganze Familie vereint – ich hab mich ganz „rund“ gefühlt. Danke für deine Organisation!
    Es waren aufregende ausgefüllte schöne Tage miteinander.
    Jetzt weiß ich, was ich so vermisse: deine lebensfrohe, spritzige, ansteckend lustige Art!
    Deine Gastfamilie ist sehr nett, ich verstehe und bin froh, dass du dich so wohl fühlst! Aber ich freue mich sehr, dass du bald wieder heimkommst! Genieße die Zeit in vollen Zügen!
    Bis bald!
    Ich hab dich lieb😘

  5. Avatar von Andrea Ulz
    Andrea Ulz

    Es waren wunderschöne Tage, die ganze Familie vereint – ich hab mich ganz „rund“ gefühlt. Danke für deine Organisation!
    Es waren aufregende ausgefüllte schöne Tage miteinander.
    Jetzt weiß ich, was ich so vermisse: deine lebensfrohe, spritzige, ansteckend lustige Art!
    Deine Gastfamilie ist sehr nett, ich verstehe und bin froh, dass du dich so wohl fühlst! Aber ich freue mich sehr, dass du bald wieder heimkommst! Genieße die Zeit in vollen Zügen!
    Bis bald!
    Ich hab dich lieb😘

    1. Avatar von miriamabroadblog

      Danke Mama!
      Mir ist auch erst nach den gemeinsamen Tagen richtig klar geworden wie sehr ich euch eigentlich vermisse!
      Bussi, hab dich lieb 💖

  6. Avatar von Andrea Ulz
    Andrea Ulz

    Danke für den Dinner-Musical-Abend, das war soooo ein tolles Geburtstagsgeschenk! Essen und Musik, was ich beides gerne mag! Und wir sind sogar in den Newsies?! Wow😀

  7. Avatar von Silvia

    Servus Miriam !

    Hab mir heute mal die Zeit genommen um in deinem Blog zu lesen.
    Du erlebst ja eine tolle aufregende Zeit… die dir niemand mehr wegnehmen kann.

    Und diese ganzen Ereignisse und Orte mit deiner Familie teilen zu können, ist natürlich noch um ein vielfaches schöner.

    Wie man an den Bildern sieht, habt ihr die Zeit miteinander sehr genossen und gut genutzt.
    Es ist schön, wenn man erkennt wieviel einem die Familie bedeutet.
    Die Welt ist groß und beeindruckend, aber zu Hause ist wo die Leute leben die man liebt, wie du richtig erkannt hast.

    Genieß die paar Monate noch aus vollem Herzen, so wie nur du es kannst.
    Erfülle dir noch viele schöne Momente… verrückte ,glückliche , fantastische , einzigartige …

    Liebe Grüße von allen, wir freuen uns schon wenn du wieder da bist bei uns !!

    Bei Lukas Maturaball hast du natürlich gefehlt 🙂

    1. Avatar von miriamabroadblog

      Danke Silvia, ich freu mich sehr dass du dir die Zeit nimmst meinen Blog zu lesen! ☺️

      Ich freue mich schon wieder sehr auf euch alle, ich war ein wenig traurig nicht bei Lukas Maturaball dabeizusein 😢

  8. Avatar von Astrid
    Astrid

    Wow. Du hast wieder sooo toll geschrieben! Ich denke jetzt wo du weg bist und ich das alles lese was du so erlebst immer öfter daran wie es war als du so klein warst und ich immer auf dich aufgepasst habe. Ich bin auch froh wenn die letzten 4 Monate endlich vorbei sind und ich freue mich echt schon riesig dich wieder zu sehen und umarmen zu dürfen. Bussi Astrid

    1. Avatar von miriamabroadblog

      Mah danke! ❤️ Ich freu mich auch schon wieder sehr auf euch alle!!
      Sind jetzt ja nur noch 3 Monate!
      Bussi, Miriam

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