Freitag:

Freitag ging die Reise nach Utah auf die Annelie, Eva und ich uns schon so lange gefreut haben endlich los! Bri fuhr uns zum Flughafen und nach kurzen Komplikationen am Security Check, wo Eva und mein Koffer durchsucht wurden und aus irgendeinem Grund nur einer Evas Schuhe wieder herauskam, waren wir auch schon am Gate und fertig für den Abflug. Mein Sitz wurde dann beim Boarding noch kurzfristig umgebucht und so kam es dass ich zufälligerweise neben Eva zu sitzen kam. Zweieinhalb Stunden später waren wir auch schon in Salt Lake City angekommen, holten unser Mietauto ab (Gott sei Dank ohne Probleme!) und fuhren los zu unserem airbnb, welches sich auf einem Berg befand von dem aus wir einen unglaublichen Blick auf die beleuchtete Stadt hatten. Zufällig kam unser Gastgeber zeitgleich mit uns nach Hause, begrüßte uns herzlich und führte uns ins Haus. Wir staunten nicht schlecht über das Haus, welches wunderschön und super modern eingerichtet war und veranstalteten noch einen kurzen Mitternachtssnack. Als wir dabei über die Pläne für den nächsten Tag sprachen fiel uns ein dass wir noch einen High School Musical Tanz einstudieren mussten, da wir den Originaldrehort des Filmes, die East High School, besuchen würden. Also gaben wir unser Bestes und übten in minimaler Lautstärke noch einen kurzen Tanz für den nächsten Tag, bevor wir müde in unsere Betten fielen.

Samstag:

Als wir uns Samstag Morgen zurechtmachten schauten plötzlich zwei Pudel die Badezimmertür herein und wollten gestreichelt werden. Natürlich kamen wir diesem Wunsch gerbe entgegen und genossen auch noch beim Frühstück die Gesellschaft der beiden Hunde.

Nach dem Frühstück war es endlich soweit und wir machten uns auf den Weg zur East High. Ich als riesen High School Musical Fan war so aufgeregt dass mein Herz schon die ganze Fahrt schneller Schlug und als die Schule dann tatsächlich neben mir auftauchte konnte ich mich fast nicht mehr halten. Mehr als eine Stunde verbrachten wir einfach damit Fotos vor der Schule zu schießen und unseren in der Nacht einstudierten Tanz aufzunehmen (was ungefähr 100 Versuche brauchte). Wir erkundeten auch noch das Baseballfeld und es gelang uns durch eine Fensterwand einen Blick in die Cafeteria zu erhaschen, in der so einige meiner Lieblingsszenen gedreht wurden.

Nach dieser großen Aufregung begaben wir uns auch schon wieder zurück zum Auto und fuhren zum Arches National Park, den wir durchfuhren und atemberaubende Landschaften zu sehen bekamen. Wir beschlossen eine kleine Wanderung für 1,5 Stunden zu unternehmen und spazierten abenteuerlustig drauf los. Nach ungefähr drei Stunden war uns klar dass wir an der einen Abzweigung wohl doch den falschen Weg gewählt hatten und die Gesamtsituation fing uns langsam an ein wenig Sorge zu bereiten. Wir standen auf einem Felsen von dem aus wir einige viele Meter in den Abgrund schauen konnten, die Sonne stach herab, unsere Wasserreserven waren so gut wie aufgebraucht, wir standen irgendwo in der Wüste und das letzte mal dass wir andere Wanderer gesehen hatten war auch schon ein wenig her. Gerade als wir anfingen ein wenig zu verzweifeln und darüber nachzudenken was wohl passieren würde wenn wir nicht mehr hier herausfinden und von welchen Tieren wir in dieser Gegend gelesen hatten (unter anderen Schlangen und Skorpione) erreichte uns ein rettender Ruf von einem Fels der uns gegenüberstad: „Can you guys hear me?“ Zwei Wanderinnen hatten uns gesehen und steckten wohl auch schon an der selben Stelle fest. Sie erklärten uns wo wir entlang mussten und fügten dem ganzen noch hinzu: „You have to climb down some rocks, it‘s pretty difficult but you can do it!“ Also machten wir uns auf den Weg zur besagten Stelle, kletterten die Steine hinunter und hörten plötzlich Stimmen eines Pärchens, welche sich nur wenige Meter von uns entfernt auf dem richtigen Weg befanden. Wir folgten den beiden und stellten schon bald fest, dass der Weg mit zu Pyramiden gestapelten Steinen (bis dahin hatten wir diese für von Kindern gebaute Türme gehalten🤦🏻‍♀️) markiert war und wir diesen nur folgen mussten um zurück zum Auto gelangen. Mit staubtrockenen Mündern und völlig fertig kamen wir nach dieser leicht ausgearteten Wanderung zurück zum Parkplatz, tranken erst einmal jeder eine Flasche Wasser und machten uns auf den Weg zurück aus dem National Park hinaus.

Unser nächstes Ziel war es einen Campingplatz für die Nacht zu finden und wir versuchten unser Glück am Ufer des Colorado Rivers. Die ersten paar Plätze waren um diese Abendzeit leider schon voll, es gelang uns jedoch trotzdem noch einen Platz am Ufer zu finden, wo wir so schnell wir es schafften das Zelt aufbauten bevor es dunkel wurde und dann unseren Campingkocher einweihten indem wir uns Gemüse und Kartoffeln kochten. Die Nacht im Zelt war ziemlich windig und ich hatte das ein oder andere mal das Gefühl wir würden gleich mitsamt Zelt abheben und davonfliegen, was Gott sei Dank nur eine Angst blieb.

Sonntag:

Sonntag Morgen packten wir unser Zeug wieder ins Auto und waren dann auch schon auf dem Weg zu den Canyonlands, wo uns mal wieder atemberaubende Aussichten und Landschaften erwarteten. Wir fanden so einige Plätze von denen aus wir nicht nur tausend Fotos schossen, sondern auch unglsubliche Aussichten genießen konnten. Außerdem sahen wir Chipmunks und ich bangte um so einige Leben als ich die ganzen Touristen am Abgrund stehen sah um das perfekte Foto zu schießen.

Mehr durch Zufall fanden wir einen echt schönen Campingplatz, den wir uns natürlich sofort schnappten und unser Zelt aufbauten. Als dies geschafft war fuhren wir zurück zum Infocenter, wo wir vorhatten einen schönen Spot ausfindig zu machen, von dem aus wir den Sonnenuntergang beobachten konnten. Uns wurde ein Platz gleich neben dem Campingplatz empfohlen und so fuhren wir dorthin zurück, wo uns eine böse Überraschung erwartete. Ein Pärchen mittleren Alters stand mit ihrem Wohnwagen auf unserem Platz, Arme verschränkt und sahen ziemlich böse aus. Kurz überlegten wir einfach wieder umzudrehen, entschieden uns dann jedoch doch einfach hinzufahren und zu fragen was denn das Problem sei. Die Frau erklärte uns aufgebracht sie hätten diesen Platz wohl schon vormittags mit einem Handtuch und einer Wasserflasche reserviert und wir sollen doch unser Zelt schleunigst abbauen. Natürlich war die Wasserflasche nicht mehr hier (wer lässt auch seine Wasserflasche in der Wüste stehen?!🤦🏻‍♀️) und wir hatten keine Ahnung dass sich die beiden den Platz schon unter den Nagel gerissen hatten und jetzt kurz vorm Nervenzusammenbruch waren als sie unser Zelt sahen. Während wir das Zelt also abbauten fanden wir heraus dass die beiden deutsch sprachen und uns wurde so einiges klar. Kein Amerikaner hätte wegen einem Zelt so ein Drama gemacht wie die beiden Deutschen, die sich warscheinlich noch immer über die „unerhört frechen Gören“ ärgerten, die ihr Zelt einfach so auf ihrem Platz aufgebaut hatten.

Den Plan vom Sonnenuntergang konnten wir nun leider vergessen da wir noch einen Platz zum Schlafen brauchten und so machten wir uns wieder auf die Suche. Wir mussten gar nicht lange suchen und fanden einen „Cowboy Campground“, der uns wirklich gut gefiel. Erneut bauten wir unser Zelt auf, starteten den Campingkocher und bereiteten uns Nudeln mit Chicken und Mushrooms zu, was wir aus Bechern aßen, da wir unsere Teller gerade nicht finden konnten. Noch während des Essens verlegten wir das ganze in unser Zelt, da der Wind so stark blies und uns langsam kalt wurde. Pünktlich zum Sonnenuntergang krochen wir jedoch wieder aus dem Zelt, um diesen zu genießen. Neben einer wunderschönen Aussicht hatte der Campingplatz auch noch ein sehr spezielles Outdoor-Klo mit Aussicht auf den freien Sternenhimmel zu bieten, welches uns sehr amüsierte. 😄

Montag:

Montag war ein großer Tag für uns, denn wir hatten ENDLICH eine Möglichkeit gefunden zu duschen (es gab einfach auf keinem Campingplatz Duschen!🤦🏻‍♀️). Nachdem wir in Moab unsere Essensvorräte wieder aufgefrischt hatten und das Auto volltankten (natürlich nicht ohne jemanden zu fragen was wir denn tanken sollen da wir leider keinen Ahnung hatten) machten wir uns auf dem Weg zu dem kleinen Motel, wo wir für 3$ eine Dusche nehmen durften, die wohl meist herbeigesehnteste Dusche unseres Lebens! Frisch geduscht ging es dann ab zu dem Natural Bridges National Park, welchen wir durchfuhren und danach die Frau am Infocenter nach dem besten Weg zum Grand Canyon South Rim fragten, da wir im Park kein Empfang hatten und unser Navi am Handy demnach nutzlos war. Die Frau zeichnete uns sehr hilfsbereit die Strecke auf einem Blatt Papier genau auf und warnte uns einige Male vor einem bestimmten Stück der Straße, auf dem wir sehr, sehr langsam fahren sollten, da neben uns nichts außer Abgrund sein würde. Einige Meilen später wussten wir dann wovon die Frau gesprochen hatte: Wie aus dem Nichts wurde die schön asphaltierte Straße zu einer Schotterstraße und neben uns ging es steil hinunter. Auch wenn ich ein ein wenig mulmiges Gefühl hatte während ich diese abenteuerliche Straße langsam hinunterkroch, war die Aussicht einfach nur atemberaubend. Ich habe jetzt ewig überlegt wie ich die Aussicht am besten beschreibe, da ich finde dass sie auch auf den Bildern nicht so gewaltig wirkt wie sie war, ich bin jedoch zum Entschluss gekommen dass man solche Dinge wohl selbst sehen muss um zu verstehen wie unglaublich sie wirken. Am ehesten trifft es wohl zu wenn ich sage, dass wir uns fühlten wie im „Land der Götter“, wie Annelie es treffend formulierte. Die unglaublichen Landschaften hörten auch nicht auf sondern veränderten sich gefühlt alle paar Minuten und uns wurden noch so einige atemberaubende Blicke auf die Natur geboten. Unter anderem sahen wir so einige Wildpferde und einmal ritt sogar ein Mann in Cowboyklamotten an unserem Auto vorbei.

Als wir abends am Grand Canyon ankamen wurde gefühlt noch einmal alles überboten das wir bis dahin gesehen hatten. Die Mächtigkeit und Größe des Canyons lies uns aus dem Staunen nicht mehr herauskommen und ich konnte mich gar nicht mehr von dem Beeindruckenden Blick in die Tiefe losreißen. Langsam war es jedoch schon spät geworden und so machten wir uns auf die Suche nach einem Platz zum Campen. Als wir dann dabei waren unser Zelt aufzustellen fiel uns auf dass wir wohl die einzigen Zelter waren, da sich ansonsten nur Wohnwägen aneinanderreihten. Wir wunderten uns auch gar nicht lange darüber, da es ziemlich kalt war und der Wind uns auch dazu brachte unseren Bohneneintopf im Zelt einzunehmen. Die Kälte und die schlechte Wetterveraussage für die nächsten Tage brachte uns dazu unsere Pläne spontan zu ändern und so beschlossen wir uns kurzerhand dazu am nächsten Tag ins warme Phoenix zu fahren. Der Gedanke an die warme Stadt half uns auch über die Nacht hinweg, die uns wirklich ein wenig frieren lies, auch wenn wir schon sehr eng zusammenrückten.

Dienstag:

Nach dieser kalten Nacht wachten wir sehr früh am Morgen auf, bauten unser Zelt ab, duschten, machten uns ein Oatmeal und waren dann auch schon auf dem Weg zurück zum Grand Canyon um dort eine Wanderung zu unternehmen, mehr Fotos zu schießen und einfach die atemberaubenden Ausblicke zu genießen.

Mittags brachen wir auf nach Phoenix, dem wärmeren Wetter entgegen und genossen während der 3,5 Stunden Autofahrt einen Radiosender, welcher Musik der 2000er Jahre spielte. Als wir kurz vor Phoenix das Schild sahen auf welchem „In-N-Out Burger“ stand, konnten wir nicht widerstehen und holten den für uns alle ersten Burger dieser im Westen so berühmten Kette. (Was sich auch wirklich lohnte!)

Nach der Stärkung ging es für uns auf zur Schlafplatzsuche für die kommende Nacht, was sich als gar nicht so einfach herausstellte, da sich in Phoenix anscheinend keine Campingplätze für Zelte befinden. Nachdem ein Campingplatzbesitzer uns auf google maps einen Platz für Zelte heraussuchte und uns sogar die Wegbeschreibung dorthin ausdruckte machten wir uns auf den Weg zum „Pleasant Lake“, um dort unser Glück zu versuchen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten am Eingang wagten wir uns erst einmal ohne zu bezahlen in den Park und fanden uns wenig später neben dem See wieder, wo uns die Wahl zwischen Zelten am Asphalt oder Steinboden zur Verfügung stand, da alle schönen Plätze schon mit pinken „reserved“ Zetteln gekennzeichnet waren. Nach ewig langer Herumsucherei, Diskussionen und etlichen vergeblichen Versuchen die Verwaltung telefonisch zu erreichen fanden wir plötzlich Gott sei Dank endlich einen Mitarbeiter, der uns erklärte, wir können gerne auf einem der schönen Campingplätze zelten und die pinken Zettel einfach ignorieren. Mehr als erleichtert bauten wir gleich darauf unser Zelt auf und unsere Laune besserte sich wieder erheblich, als neben unserem Plätzchen Esel vorbeispazierten und wir Fotos mit den Riesenkakteen schossen. Das einzige das uns ein wenig Angst machte war, dass es in dieser Gegend den Schildern und Erzählungen nach Skorpione gab, denen wir nicht unbedingt begegnen wollten. Diese Angst schoben wir jedoch beiseite und veranstalteten einen Spieleabendim Zelt, wo ich den beiden „Knacksen“, „Ochsen“, sowie „Lügen“ beibrachte, bevor wir müde in unseren Schlafsäcken einchliefen.

Mittwoch:

Trotz kurzem Nieselregen und ein paar schreienden Eseln war die Nacht sehr angenehm, da die Temperaturen nicht abfielen und wir somit keinen Grund zu frieren hatten. Als ich im 5 Uhr morgens wach wurde, entschied ich mich dazu aufzustehen, mich an den See zu setzen und den Sonnenaufgang anzusehen. Wenig später wachten auch die Mädels auf, wir kochten uns Oatmeal zum Frühstück und machten uns dann auf den Weg nach Phoenix, wo wir unser Auto in der Innenstadt parkten um die Stadt mit einem großen dunkin donuts Kaffee zu Fuß zu erkunden. Wir hatten uns Phoenix irgendwie größer und mit mehr Hochhäusern vorgestellt, trotzdem waren wir Begeistert von der City mit den Palmen, coolen Gebäuden und vor allem strahlendem Sonnenschein.

Nachdem wir zurück zum Auto kamen beschlossen wir auf eine Empfehlung Annelies Freundin hin den „Camelback Mountain“ zu besteigen, ein Berg außerhalb der Stadt, welcher durch seine Form an einen Kamelrücken erinnert. Nachdem wir an der Talstation noch von einem sehr lieben Ranger Tipps und Warnungen vor der Steilheit des Berges bekamen wanderten wir drauf los. Schon ein paar Meter später wussten wir was der Ranger mit seinen Warnungen gemeint hat: Die meiste Strecke legten wir mehr kletternd als wandert zurück und waren dann wirklich froh als wir am Gipfel ankamen! Die Anstrengung hatte sich jedoch auf jeden Fall gelohnt, da sich uns ein wunderschöner Ausblick über Phoenix und das Land drum herum mit den vielen Riesenkakteen bot!

Nachdem wir das Hinunterklettern des Berges unbeschadet überstanden hatten waren wir auch schon wieder im Auto auf dem Weg zu einer alten Western-Geisterstadt. Da unsere Wanderung länger dauerte als gedacht kamen wir erst abends in der Geisterstadt an und die meisten Shops und Attraktionen hatten leider schon geschlossen. Trotzdem schlenderten wir durch die Town und fühlten uns als würden wir wirklich im alten Wilden Westen gelandet sein!

Abends am Campingplatz lernten wir unsere neuen Zeltnachbarn, zwei kanadische Jungs in unserem Alter, welche schon den ganzen Weg von Kanada nach Phoenix gefahren sind und auch auf einem Roadtrip waren, kennen. Die Freundschaft mit ihnen war besiegelt als wir ihnen den Rest unseres Dinners schenkten, der uns übrig geblieben war. Als wir später im Zelt über unsere Pläne für die nächsten Tage nachdachten entschieden wir uns kurzerhand dazu am Morgen nach Las Vegas aufzubrechen.

Donnerstag:

 

Gesagt, getan. Nach vier Stunden Autofahrt tauchte plötzlich mitten in der Wüste die Riesenstadt Las Vegas auf! Wir hatten ein Zimmer in dem berühmten Turm, dem „Stratosphere“ gebucht, checkten dort ein, machten uns frisch und waren dann auch schon auf den Weg den berühmten Strip hinunter. Wir hatten das Gefühl in einer anderen Welt zu sein, all die blinkenden hellen Lichter überall, plötzlich steht man vor einem Riesenrad, dem Eiffelturm oder der Freiheitsstatue und wo man auch hingeht, feüher oder später landet man in einem Casino. Wir schauten uns die Wassershow vor dem berühmten Hotel Bellagio zweimal an (einmal im Hellen und einmal als es schon dunkel war), wurden Zeugen eines Vulkanausbruches vor einem anderen Hotel und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nachdem wir uns eine kurze Stärkung bei Chipotle holten nahmen wir ein Uber Richtung Fremont Street, eine Straße welche Bri uns empfohlen hatte zu besuchen. Wir dachten ja schon der Strip war crazy aber was sich auf der Fremont Street abspielte übertraf nochmal alles! Es fängt schon damit an dass die komplette Straße von einem Riesenbildschirm überdacht wird auf der stündlich Licht- und Musikshows stattfinden. Unter den Bildschirmen fliegen immer mal wieder Menschen an der Zipline vorbei und auch am Boden wussten wir gar nicht wo wir zuerst hinschauen sollten. Zwischen unzähligen Nachtclubs und Casinos fanden drei outdoor Konzerte statt, an jeder Ecke performten Straßenkünstler oder standen halbnackte Frauen und Männer um Fotos mit ihnen zu machen und der Dinosaurier der am Fahrrad an uns vorbeifuhr war noch das wenig verrückteste das wir sahen. 😅

Irgendwann hatten wir das Gefühl unsere Gehirne könnten nicht mehr viel mehr verarbeiten und beschlossen ein Uber zurück zum Tower zu bestellen und dort zu sehen was die Nacht noch bringt. Im Auto verstanden wir uns dann so gut mit unserem Uberfahrer, das wir kurzerhand beschlossen uns nachdem er mit der Arbeit fertig war noch mit ihm zu treffen, damit er uns Las Vegas noch aus der Sicht eines Einheimischen zeigen konnte. Um vier Uhr morgens holte er uns also wieder am Hotel ab und fuhr mit uns zum berühmten „ Welcome to Las Vegas“ Schild, wo wir echt unser bestes gaben schöne Fotos zu machen, was dabei rauskam seht ihr ja am Bild 😂

Nach einer kurzen Klopause bei Subway fuhr Amir uns auf das Dach eines Parkhauses, von wo aus wir einen wunderschönen Ausblick auf den Sonnenaufgang hinter der Skyline Las Vegas‘ hatten. Langsam realisierten wir dass es schon hell war und wir um spätestens 11 Uhr morgens aus dem Hotel ausgecheckt haben mussten, deshalb liesen wir uns zurückbringen und schliefen dann wenigstens noch ein paar Stunden, bevor um 10 Uhr der Wecker klingelte und uns aus dem Tiefschlaf riss.

Freitag:

Annelie stellte sich tapfer der Müdigkeit und brachte eine schlafende Eva und Miriam zum drei Stunden entfernten Zion National Park. Nachdem wir mal wieder auf Campingplatzsuche waren wurden wir an einem versteckten Plätzchen zwischen Kühen, Pferden und Eseln fündig und bauten unser Zelt auf. Gleich darauf ging es wieder zurück in den Zion National Park, wo wir einen Abendspaziergang entlang eines Flusses unternahmen und der Sonne zwischen den Bergen beim untergehen zusehen konnten. Der Weg den wir wählten gefiel uns nicht nur durch den Sonnenuntergang super, wir begegneten auf dem Weg einigen Echsen und Rehen und hatten wunderschöne Ausblicke auf die Berge Utah‘s.

Nach dem Abendspaziergang wurden wir auch schon langsam wieder müde, der Vorabend war doch nicht spurlos an uns vorbeigegangen. 😉 Also machten wir uns auf den Weg zurück zum Zelt, wo wir uns noch ein Dinner kochten und den Abend dann gemütlich ausklingen liesen.

Samstag:

Samstag Morgen packten wir unser Zeug such schon wieder zusammen, bekamen (fast) alles wieder zurück in unseren Koffer und fuhren zurück nach Salt Lake City, wo am späten Nachmittag unser Flug nach Minneapolis abhob.

So ging eine wirklich schöne und vor allem sehr erlebnisreiche Woche zu Ende, die besser nicht sein hätte können! Von der unglaublichen Ruhe und Batur in den Nationalparks bis hin zu einer ziemlich lauten Nacht in der Stadt die niemals schläft haben wir so ziemlich alles erlebt und möchten keinen dieser Tage missen! Ich freue mich jetzt wieder auf mein Bett daheim in Minnesota und brauche warscheinlich erst einmal einen Tag um die vielen Eindrücke der letzten Woche zu verarbeiten!


3 Kommentare zu „Von Canyons 🌄 über Kakteen 🌵 bis nach Las Vegas 🎡🎉“

  1. Avatar von Donnerer Christine
    Donnerer Christine

    Wahnsinn die tollen Fotos, die Erlebnisse, die vielen Eindrücke. Ich freue mich mit dir. Es ist schön zu hören und zu sehen was du alles erleben darfst. Da kannst dann zu Hause einen Filmeabend veranstalten. Viel Spaß noch.
    LG. Christl😘

    1. Avatar von miriamabroadblog

      Danke!!
      Ja das ist eine gute Idee 🤔
      LG 😘

  2. Avatar von Helmut u. Christine Ulz
    Helmut u. Christine Ulz

    Wir freuen uns schon sehr auf die weiteren Berichte von Dir.
    Nochmehr freuen wir uns immer wieder auf Deine Ausführungen von den Reisen und den Bildern dazu.
    Außerdem warten wir schon sehr, daß Du schon bald wieder heimkommst.
    Herzliche Grüße von Daheim senden:
    Omi und Opa.

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