Den heutigen Tag starteten wir erst einmal damit unser Gepäck die steile Treppe zum Dachgeschoss und danach fünf Stockwerke wieder hinunterzutragen, um danach einen Supermarkt aufzusuchen, in dem wir uns mit Essen eindeckten. Leider bedachten wir dabei nicht den mangelnden Platz unseres Auto, weshalb ich die Rückbank bald mit Müsliriegel, Gemüse und co teilte. Auf dem Weg zurück Richtung Lissabon hielt Annelie spontan an einer Stelle an die ihr sympathisch war und so saßen wir wenig später mit unserem gerade erstandenem Frühstück auf den Klippen und hatten eine perfekte Aussicht auf die Surfer, welche die riesigen Wellen bezwangen.
Um auf die Südseite Lissabons zu gelangen besorgten wir uns Tickets für eine Fähre, auf der außer uns nur ein weiteres Auto war, weshalb wir fast das Gefühl hatten auf unserem Privatschiff unterwegs zu sein. Ein wenig verwundert waren wir jedoch, als unsere Fähre an der Anlegestelle die Tore nicht öffnete und wir somit gezwungen waren sitzenzubleiben und weiterzufahren. Erleichtert stellten wir 10 Minuten später aber fest, dass das Schiff noch an einer weiteren Stelle anlegte, wo wir dann auch rausgelassen wurden, so mussten wir doch nicht wie befürchtet wieder zurück auf die Nordseite.
Nun ging unsere erste längere Autofahrt los: Drei Stunden die Küste entlang Richtung Süden. Dank unseres Cabriodaches und dem strahlenden Sonnenschein war die Fahrt mehr als angenehm und wir konnten die grüne Landschaft sowie unendliche Strände genießen. Drei Mädels im offenen Fiat 500, die immer wieder mitten auf der Straße umdrehen und hin und wieder gegen die Einbahn auf Busspuren fahren erweckten natürlich Aufmerksamkeit und so wurden wir des Öfteren angehupt sowie von gerade trainierenden Typen vom Straßenrand aus angewunken. Auch der Gang aufs Freiluftklo zwischendurch blieb nicht lange unbemerkt, sodass wir noch währenddessen unerwarteterweise angesprochen wurden und mit halb geöffneten Hosen ins Auto sprangen und flüchteten.
Bei einem Stopp in Santo André genossen wir einen unendlich weiten, fast unbesuchten Strand und nutzen die Gelegenheit für ein kleines Fotoshooting. Da wir uns so aufs posieren fokussierten, wurden wir von einer Riesenwelle überrascht, die uns nicht nur durchnässte, sondern auch dafür sorgte, dass Unmengen an Sand in unsere Hosen gespült wurde.

Nach der entspannenden Zeit am Strand machten wir uns auch schon auf zu unserer Unterkunft für die Nacht, die wir erst einmal ewig orientierungslos suchten, bis uns eine Frau wild zuwinkte und zu verstehen gab, dass wir bei ihr richtig waren. Nach dem Einchecken machten wir uns auf zum Supermarkt, kauften uns zwei Flaschen Wein und spazierten dann an den Strand, um den Sonnenuntergang zu genießen, unsere Getränke zu genießen und Wraps zu essen. Leider hatten wir dabei die Korken der Flaschen nicht bedacht und so wurden wir immer erfinderischer, versuchten die Verschlüsse erst durch eine Klopftechnik zu öffnen, probierten danach unser Glück mit dem Autoschlüssel und entschieden uns schlussentlich kurzerhand dafür, die Korken einfach in die Flasche zu drücken. Der Wein schmeckte mittelgut, die selbstgedrehten Wraps dafür super lecker und der Sonnenuntergang war traumhaft schön.





