Unsere Befürchtungen wegen des Preises unseres Hotels waren, wie sich heute Morgen herausstellte, Gott sei Dank unbegründet und wir konnten den Meerblick für den ursprünglich gebuchten Preis genießen. Das Auschecken gestaltete sich trotzdem als etwas kompliziert, da die Rezeption doch nicht, wie uns ursprünglich mitgeteilt, ab 9:00 Uhr besetzt war und wir wieder anrufen mussten, sodass ein paar Minuten später eine Putzfrau daherhetzte die außer „yes“ und „no“ kein English konnte und unter telefonischer Anweisung einer Kollegin versuchte, die Formalitäten mit uns abzuwickeln. Nach ewigem hin und her waren wir endlich ausgecheckt und konnten zum Ponta da Piedade fahren, wo wir auf den Felsen herumkletterten und Annelie versuchte eine Aloevera-Pflanze zu bezwingen.


Am Praia da Balança stiegen wir steile Stufen hinunter zu einem Strand, wo wir an einem weiteren, hinter einem Höhleneingang versteckten, Strand unabsichtlich ein Brautfotoshooting crashten.


Anschließend fuhren wir in die kleine Stadt Carvoeiro und wollten uns dort erst einmal auf Kaffeesuche machen. Das erste Café war jedoch unauffindbar, das zweite geschlossen, das dritte schaute wenig einladend aus und so wagten wir uns immer weiter in das Stadtinnere, bis wir uns plötzlich mitten in einem riesigen Kinder-Faschingsumzug befanden und in den Genuss von portugiesischer Livemusik kamen. Glücklicherweise fanden wir dann doch noch ein kleines Café im Stadtinneren, in das wir uns setzten und zur Livemusik entspannten.

Die Autofahrt nach Lagoa verging durch die High School Musical-Party die wir veranstalteten sehr schnell und erregte (dank dem offenen Autodach) viel Aufsehen. In Lagoa angekommen kletterten wir die roten Felsen zum Meer hinunter und unternahmen danach einen Spaziergang auf einem Holzsteg (auf dem ich mir 4 Holzsplitter einzog🙄) den Klippen entlang bis hinunter zu einem Strand, hinter dem sich die in die Felsen gebauten Häuser erstreckten.


Ein weiteres Highight des heutigen Tages stellte Falésia dar, ein scheinbar unendlich langer Strand der von einer Seite von roten, hohen Klippen begrenzt wird.


Der östlichste Punkt unserer Reise war am Ende die Stadt Faro, in der wir durch die Straßen bummelten, den Hafen bestaunten, einen Markt mit Selbstgemachten durchwanderten und die geniale Idee hatten, eine Orange von einem der Bäume zu ernten, da diese bestimmt „unglaublich gut schmecken würde“. Leider stellte sich die Frucht als sehr bitter und fast ungenießbar heraus und so fanden wir uns kurz darauf wild spuckend und nach „giftigen Orangen Portugal“ googelnd wieder. Gott sei Dank ist von solchen gefährlichen Früchten im Internet noch nichts bekannt und auch wir leben jetzt, schon einige Stunden später, noch ziemlich frisch und munter.



Bevor wir uns auf zu unserer Unterkunft machten, genossen wir den letzten Sonnenuntergang an der Küste Falésias.

Als wir versuchten zu unserer Unterkunft zu gelangen, führte unser Navi uns vor ein ziemlich unheimlich und verlassen wirkendes Haus, sodass wir erst einmal bei der Nachbarin klingelten, Diese gab uns eine Nummer, die ich daraufhin anrief, um dann von einer verwirrten Frau erklärt zu bekommen, dass bald jemand für uns erscheinen würde. Rund 10 Minuten später bog schließlich tatsächlich ein Auto um die Ecke und ein älteres Ehepaar stieg aus, um uns in einem portugiesisch-englischem Mix zu begrüßen. Die Frau sperrte uns die Tür zu unserem Apartment auf, welches von innen glücklicherweise viel schöner war, als die Aussenansicht des Hauses vermuten lies. Die Frau freute sich anscheinend sehr über unseren Besuch und erzählte uns mit Händen und Füßen sowie spannenden Soundeffekten ihre halbe Lebensgeschichte, während wir es eigentlich schon ziemlich hungrig gar nicht mehr erwarten konnten, uns endlich Abendessenzu machen. Immer wieder deutete sie zwar an zu gehen, wurde dann aber durch eine erneute Geschichte die ihr einfiel daran gehindert und warf zwischendurch auch immer wieder Plätze in Portugal ein, die wir unbedingt besuchen müssen. Nachdem wir die Namen der ganzen Verwandtschaft, alle ihre bisherigen Reiseziele, ihr Probleme mit der Gesundheit sowie die Liebesgeschichte mit ihrem Mann kannten beschloss sie jedoch doch noch zu ihrem, derweil unten wartenden, Mann zurückzukehren und wir konnten uns endlich unser wohlverdientes Abendessen zubereiten.