Samstag

Um 8:00 Uhr morgens schien die Sonne schon ziemlich stark auf unser Zelt, weshalb wir genau rechtzeitig für eine Eierspeise von Karli aufstanden und gemeinsam mit der ganzen family, die nach und nach aus Zelten und Hängematten herauskam, frühstückten.

Nach dem Frühstück ging es für Flo, Yohannes und mich auch schon ab ins Meer, wo wir blieben, bis unsere Mägen begannen zu knurren. Wir suchten die anderen, kochten uns das klassische Campingessen – Nudeln mit Tomatensoße – und hielten danach Siesta, also eine Mittagsruhe, die ich lesend in der Hängematte verbrachte. Am Campingplatz wird die Siesta sehr ernst genommen, denn zwischen 13:00 und 16:00 Uhr soll jede Aktivität unterlassen werden, die etwas lautere Geräusche verursacht.

Am Nachmittag nutzten wir den leichten Wind zum Surfen und weiter draußen am Meer begegnete ich ein paar großen Quallen, die zwar schön anzuschauen waren, mich aber dazu bewegten nicht ins Wasser fallen zu wollen. Dies ließ sich natürlich nicht ganz umsetzen, ich blieb jedoch trotzdem vor einer näheren Quallenbegegnung verschont.

Zu Abend aßen wir in dem selben Restaurant wie am Tag zuvor und Flo und ich teilten uns eine Meeresplatte, von der wir zwar nicht alles identifizieren konnten, die aber trotzdem sehr gut schmeckte.

Den Abend ließen wir mit einer Flasche Wein am Strand ausklingen.

Sonntag

Den Sonntag Vormittag nutzten wir zum Schnorcheln, wo wir neben Seesternen und Krabben auch eine Qualle aus der Nähe beobachten konnten.

In der Siesta steckte ich Flos Mama mit dem Bänderknüpf-Fieber an und dank meiner großen Ration an bunten Schüren ging sie sofort in Massenproduktion. Das erste Band erhielt ich – sogar mit eingeknüpften Muscheln!

Am Abend fuhren wir zu einem Fischerrestaurant, wo wir einen wunderschönen Sonnenuntergang genossen, Flo seine Drohne gut ausprobieren konnte und wir dann ein leckeres Menü mit Ausblick auf das Meer zu uns nahmen.

Montag

Nach einem weiteren Vormittag am Meer mit schwimmen, surfen und einer Runde Potscha, fuhren wir am Montag Nachmittag ein Stückchen ins Landesinnere, um eine Wanderung im Nationalpark zu einem, laut Prospekt sehr sehenswerten und mit vielen Tieren bewohnten, See zu unternehmen. Die Wanderung war durch das angenehme Klima im Wald auch durchaus schön, nur das Ziel wurde unseren Erwartungen nicht ganz gerecht. Der See stellte sich als fast ausgetrockneter Miniteich und die vielen Tiere als wenige kleine Frösche heraus, was für große Lacher von uns und verweifeltes Gejammer über die „unnötige Wanderung“ von den Mädels herbeirief.

Das Jammern hatte aber schon wenig später ein Ende, als wir uns mit einer Pizza stärkten, bevor wir uns wieder auf den Weg zurück zum Campingplatz machten.

Dienstag

Der Dienstag begann ereignisreich, da es die halbe Nacht wie aus Strömen geregnet hatte und wir nun versuchten unser Zeug wieder zu putzen und zu trocknen. Außerdem erwartete uns eine böse Überraschung an Karls Auto: Sein linker Hinterreifen hatte einen Patschen, weil er sich bei der Ausfahrt des Vorabends ein spitzes Metallteil eingefahren hatte. Da am Campingplatz der Empfang nur schlecht bis gar nicht funktionierte, gestaltete sich das Rufen des ÖAMTC als ziemlich schwierig. Schließlich gelang es Karl jedoch und zu Mittag erschien ein italienischer Herr der uns helfen sollte, jedoch kein Wort Englisch oder Deutsch verstand. Kurzerhand machte sich Flos Schwester am Campingplatz auf die Suche nach einem Dolmetscher und kam schon bald darauf mit einem jungen Mädchen zurück, welches perfekt vom Italienisch ins Deutsche und umgekehrt für uns übersetzte und sich so ein Eis verdiente.

Diese Aufregung verdauten wir dann zu Mittag bei leckeren Lachs-Wraps, bevor wir den Nachmittag wieder am Meer verbrachten. Flo wagte sich aufs Surfboard, Karl und ich gingen lieber schwimmen, da uns der Wind zu stark und die Wellen zu hoch waren. Auch Flo hatte zum Ende hin ganz schön zu kämpfen und schaffte es gerade so, wieder an unseren Strand zurückzugelangen.

Abends fuhren wir in die Stadt, wo wir nach einem Aperol mit Sonnenuntergang in einem urigen Restaurant am Hauptplatz aßen und uns die Wartezeit aufs Essen mit immer verrückter werdenden, selbst erfundenen Spielen vertrieben.

Mittwoch

Der Mittwoch bestand aus Beach Tennis, einer Schlauchbootsfahrt und Surfen. Abends ging es ab nach Peschici, wo wir – wie soll es auch anders sein – eine Pizza mit wunderschöner Aussicht auf den Hafen zu uns nahmen und nach dem Essen auch bald wieder den Rückweg antraten, weil die schönen aber engen Gassen der Stadt immer voller wurden. So genossen wir einen weiteren Abend mit Wein am Strand und sichteten sogar einige Sternschnuppen.

Donnerstag

Den letzten Vormittag in San Nicola kosteten wir noch einmal voll und ganz am Meer aus: Flo und ich fuhren mit Taucherbrillen und Schnorchel ausgerüstet mit Surfbrett und Paddel in Richtung nächste Bucht, wo wir die Unterwasserwelt den Felsen entlang untersuchten. Wir fanden auch eine kleine Höhle, in die wir hineinschwammen – ich blieb jedoch weniger lange wie Flo, weil ich mich von der Enge und den vielen Krebsen an den Wänden ein wenig gruselte. 😅

Da zur Mittagszeit ein wenig Wind einsetzte, beschlossen wir auch noch ein letztes mal surfen zu gehen. Gott sei Dank fiel ich dieses mal auch nicht ins Wasser, denn es wimmelte nur so von großen Quallen.

Zu Mittag zauberten Flo und Karl uns mit improvisiertem Pfannendeckel ein Mittagessen aus den frischen Calamari, die Flo in der Früh ergattert hatte. Diese Stärkung hatten wir auch sehr nötig, da gleich nach dem Mittagessen das große Aufräumen begann und Surfbretter und co wieder aufs Auto geladen wurden. Für Flo und mich wird die Reise zwar noch weitergehen, für seine Familie geht es morgen jedoch wieder ab nach Hause.

Als krönenden Abschluss aßen wir in einem Trabucco zu Abend, einem Bau aus Holz, welcher früher zum Fischen genutzt und nun in ein Restaurant verwandelt wurde.


4 Kommentare zu „Beach life 🌊☀️🏄‍♀️“

  1. Avatar von Andrea Ulz
    Andrea Ulz

    Schön, dass es euch so gut geht und ihr eine schöne Zeit miteinander habt. Noch eine gute Reise😘😘

    1. Avatar von miriamabroadblog

      Danke Mami 😘

  2. Avatar von Christine Donnerer
    Christine Donnerer

    Hab erst heute das erste mal den Blog gelesen. Hört sich alles herrlich an. Auch die Bilder sind ein Traum.
    Ich wünsche euch noch eine schöne Zeit, genießt es.
    LG Christl

    1. Avatar von miriamabroadblog

      Danke, machen wir auch jeden Fall!

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