Donnerstag

Mein Geburtstag begann mit einem Müsli und einem Stück „Geburtstagskuchen“ im Auto, bevor wir in die Wanderschuhe schlüpften und den tweistündigen Weg zum Lago di Sorapis antraten.

Die Wanderung führte zuerst durch einen Wald, dann über einen Fluss mit Wasserfall und dann über steile Wege und erforderten teilweise sogar ein wenig Klettergeschick. Sie bot außerdem fast durchgehend einen unglaublichen Ausblick und der See am Ende strahlte mit seinem milchigen, türkisblauen Wasser eine unglaubliche Ruhe aus.

Zurück beim Auto beschlossen wir auch noch den Lago die Braies zu besuchen, einen weiteren See, den wir aber ohne Wanderung bewundern konnten. Leider waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee und so spazierten wir gemeinsam mit vielen anderen mit Mundschutz um den See, blieben jedoch wegen der vielen Menschen nicht lange.

Lieber suchten wir uns ein einsames Plätzchen am tiefblauen Fluss, wo wir uns eine Pizzaria für ein Abendessen aussuchten, da Flo mich zum Abendessen einladen wollte. Besagte Pizzaria hatte leider ohne Reservierung keinen Platz mehr für uns, weshalb wir an einem Hotel anhielten an dem wir Leute sitzen sahen welche auch Pizza zu sich nahmen. Als wir dann eine Eierschwammerl-Spinat- und eine Steinpilz-Pizza vor uns liegen hatten waren wir auch mehr als froh über unsere Restaurantwahl! Nach den Pizzen bekam ich auch noch einen Eisbecher von Flo und voll und zufrieden suchten wir uns einen Parkplatz zum Schlafen, der auch noch einen wunderschönen Blick auf den Sternenhimmel bot.

Freitag

Flo hatte am Vortag eine vielversprechende Wanderung im Internet gefunden, die wir selbst ausprobieren wollten und so ging es in der Früh auch schon los. Vier Stunden lang wanderten wir durch Wälder, über Almen und an einigen Bächen entlang, bis wir 1000 Höhenmeter später einen Bergsee erreichten, an dem wir jausneten und in den sich Flo sogar hineintraute.

Heimwärts ging es oft steil bergab und wir unternahmen sogar noch einen eher unfreiwilligen Umweg eine Schlucht hinunter (und gleich darauf wieder hinauf), da sich Flo ein wenig in der Wegbeschreibung verlas.

Erst weitere vier Stunden später erreichten wir unser Auto wieder und Flo hatte die Idee ein Schwimmbad aufzusuchen, um nach dieser langen Wanderung zu entspannen und vor allem eine warme Dusche zu genießen, was uns schon seit über einer Woche verwehrt blieb.

Gesagt getan und so verbrachten wir noch zwei Stunden im Wasser, bevor wir einen letzten Schlafplatz für das Auto suchten und an einem Fluss fündig wurden.

Samstag

Nach dem Aufladen des Autos und einem schnellen Kaffee in einer Hotelbäckerei machten wir uns auf den Weg nach Kärnten, wo wir uns in Raufen mit meiner Familie und meiner Firmpatin trafen, um als Geburtstagsausflug die Groppensteinschlucht zu erkunden. Meine Freude war groß, als ich auch meine beiden Brüder im heranfahrenden Auto erkennen konnte, die beide angeblich nicht zum Aufstehen motiviert werden konnten. Vollzählig spazierten wir also los durch die Klamm, hatten uns natürlich viel zu erzählen und freuten uns an den vielen Wasserfällen.

Am Ende der Schlucht wurde einstimmig beschlossen noch weiterzugehen, um in einem Restaurant mit schönem Ausblick auf die Berge und das Tal zu Mittag zu essen. Schon ein paar Minuten später bereute Samy seine Stimme jedoch schon, da es ständig über Wälder und Wiesen bergauf ging. Wir alle wurden aber mit einer tollen Aussicht, Riesenportionen und einem sehr keckeren Essen belohnt.

Der Abstieg war nicht weniger abenteurlich, so legte Michi eine nicht ganz freiwillige aber lässige Rutschpartie im Wald hin und eine sehr steile Wiese wurde mit verschiedenen kreativen Lauftechniken von uns überwunden.

Natürlich brauchten wir nach diesem Rückweg eine erneute Stärkung, die wir uns beim Dorfwirt holten, bei dem uns eine Kellnerin aus Feldbach bediente. Nach Kaffee, Kuchen und Eis mussten wir uns leider schon wieder verabschieden, denn meine Familie machte sich auf den Weg zurück nach Hause, während wir noch nach Wahaha fuhren, um Flos Großeltern für drei Tage zu besuchen.

Diese freuten sich sehr über unsere Ankunft und bereiteten uns ein leckeres Abendessen, welches wir zu meinem Erstaunen nach der vielen Esserei am Tag trotzdem noch verschlangen. Um 22:00 Uhr hatte Flos Omi plötzlich die Idee uns noch den Schwimmteich zu zeigen, also wurde nicht lange gefackelt und wir fanden uns beim Mondschwimmen wieder, dass bei 10 Grad Außentemperatur doch ein wenig kühler war als das Meer in Italien noch wenige Tage davor.

Sonntag

Da wir am Abend zuvor noch beschlossen hatten Flos Omi bei ihrem täglichen Morgenschwimm zu begleiten, klopfte diese um 7:00 Uhr morgens an unserer Zimmertür und wir hüpften schon wenig später gemeinsam in den Teich.

Nach dem Frühstück schwangen wir uns auf die Räder und fuhren den Drauradweg ein Stück entlang, bis wir an die Rosenbrücke gelangten, an der wir Rast machten um die Wassertemperatur zu prüfen.

Dann ging es noch ein kleines Stück weiter mit dem Rad, bis wir an einen Teich gelangten, in den wir hineinhüpften und ein wenig schwammen. Leider hatten wir unsere Handtücher vergessen, also drehten wir uns auf der Wiese so schnell wir konnten im Kreis um uns zu trocknen, bevor wir den Rückweg antraten.

Beim Haus angekommen hatten wir gerade noch Zeit unsere nassen Badesachen aufzuhängen, bevor wir ins Auto stiegen und den Ossiacher See bis zu einem Fischrestaurant entlangfuhren. Dort aßen wir alle eine leckere Forelle mit Ausblick auf einen Teich und Flo probierte anschließend sein Glück mit der Angel, konnte jedoch leider keinen Fisch zum Anbeißen bringen. Machte aber eh nix – wir hatten sowieso genug Fisch für den Tag gegessen.

Abends spielten wir noch eine Partie Minigolf, wobei es nach vier Bahnen schon so stark regnete, dass immer nur der gerade Spielende im Regen stand, während die anderen zwei sich bei einem Baum unterstellten. Nachdem die zwei Sieger – Flos Omi und ich – feststanden, sprinteten wir zurück zum Haus, wo wir uns trocken machten und dann noch ein super leckeres Abendessen, bestehend aus Eierschwammerlsoße und Knödel, bekamen.

Zwei Runden Kniffel später gingen wir auch schon ins Bett, um für einen weiteren erlebnisreichen Tag gerüstet zu sein.

Montag

Auch am Montag um klopfte es wieder um 7:00 Uhr morgens an unserer Zimmertür und Flos Omi fragte vorsichtig nach, ob wir denn wirklich noch einmal mitkommen zum Schwimmen, da es die Nacht durchgeregnet hatte. Natürlich waren wir trotzdem gern dabei, schlüpften in unsere Badesachen und Bademäntel und machten uns im Regen auf den Weg zum Teich. Zugegeben, das Wasser war nicht gerade warm, sorgte aber dafür dass auch unsere letzte Müdigkeit verschwandt und wir bereit fürs Frühstück waren. Vorher hüpften wir jedoch noch in das beheizte Hotelpool und durch den Regen und die kalte Dusche danach hatten wir sogar einen Kneipp-Effekt.

Nach einem ausgiebigen Frühstück beschlossen wir als Schlechtwetterprogramm in die Therme in Villach zu fahren und fanden uns wenig später im warmen Wasser wieder. Die moderne Therme bot Rutschen, in denen man selbst die gewünschte Beleuchtung einstellen konnte (dunkel, hell, Disco 😃), eine „Wetterstation“, in der man zwischen Nebeldusche, Landregen und leichtem Föhn auswählen konnte sowie natürlich Massagestationen, warme Becken und ausgezeichnetes Essen im Restaurant.

Nachdem wir alles ausgiebig genutzt und genossen haben ging es abends wieder zurück nach Wahaha, wo Flo an der Drau noch seine Angel auswarf und ich mich währenddessen an der Nebelstimmung erfreute und Blog schrieb.

Leider fischlos traten wir eine Stunde später den Heimweg an und wurden schon von einem fürs Abendessen gedeckten Tisch empfangen. Nach der Jause spielten wir noch zwei Runden Jolly und gingen dann ins Bett.

Dienstag

Auch an unserem letzten Tag ließen wir die tägliche Morgenroutine nicht aus und so ging es vom Teich in den Pool und danach zum Frühstück.

Den Vormittag nutzten wir noch für zwei Runden Minigolf, die beide Flo gewann.

Dann hieß es auch schon packen und wir verstauten unser Zeug wieder im Auto. Nach einem ausgiebigen Mittagessen, zu dem es Kärnter Kasnocken und zur Nachspeise Kompott mit Eis und Eierlikör gab, mussten wir uns verabschieden und traten den Heimweg an.

So ging unser wunderschöner Urlaub zu Ende und wir sind froh, wieder gesund und munter daheim angekommen zu sein!


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