11.08.

Der Mittwoch begann mit einem produktiven Vormittag, an dem ich an einer Seminararbeit weiterarbeitete, die ich noch vom letzten Semester fertigzustellen hatte. Am Nachmittag spazierte ich mit einer Gruppe Exchange Students nach Halden, wo wir an einer virtuellen Stadtführung mit Hilfe einer App teilnahmen. Dabei wurden wir zu mehreren Stationen in der City geschickt, an denen wir Fragen beanworten mussten und erhielten so ein paar Fakten über Halden.

Nachdem alle Fragen beantwortet waren teilten wir uns in zwei Gruppen auf und ich schloss mich der an, die auf die Burgruine „Fredriksten Festning“ wanderte. Oben angekommen bot sich uns ein Ausblick auf auf die Stadt und den Fjord, der sich lange ins Land zog.

Bevor wir uns mit dem Bus auf den Weg zurück zur Universität machten kauften wir uns noch Basilikum und Schnittlauch für die WG, um etwas Grünes und dazu noch Essbares in die Räumlichkeiten zu bringen. Besonders Daniel war sehr stolz auf diesen Kauf.

Den Abend verbrachten wir gemütlich in unserer WG damit, uns gegenseitig Lieder aus den verschiedenen Ländern zu zeigen. So hörten wir von Falco bis hin zu französischen Rap die unterschiedlichsten Songs durch und hatten den größten Spaß damit, uns gegenseitig lustige Phrasen in den verschiedenen Sprachen beizubringen.

12.08.

Am Donnerstag fand im Zuge der Freshman-Week eine Sportveranstaltung statt, die daraus bestand dass uns die verschiedensten, teilweise absurden, Sportarten angeboten wurden. So spielten wir Volleyball mit Brillen, die dich sehen lassen, als wärst du betrunken oder auf LSD, wurden zu lebendigen Drehfußballfiguren, spielten Hüpfburg-Basketball und probierten uns am skandinavischen Spiel „Kubb“ (bei uns „Wikingerschach“) aus. Außerdem nahm ich an einem Fußballmatch mit den französischen und spanischen Studenten teil, wobei ich dabei wohl keine besonders großartige Figur machte. Spaß machte es trotzdem und so ging der Nachmittag schneller um als uns lieb war und wir fanden uns bald ziemlich müde in unserer WG wieder.

Nach dem Abendessen entschieden wir uns für einen Filmeabend statt Party und saßen noch bis 2:00 Uhr morgens zusammen.

13.08.

Da Jasmin und ich die einzigen zu sein scheinen die hier vor 11:00 Uhr aufstehen, verabredeten wir uns zu einem gemeinsamen Frühstück bei ihr in der WG und ich wurde schon mit diesem herrlichen Anblick begrüßt:

Tagsüber fand eine kleine Infoveranstaltung in der Universität statt, bei der ich mich vor allem am Stand einer Wandergruppe länger aufhielt, für die ich mich sehr interessierte. Jeden Mittwoch startet die Gruppe Wanderungen von Halden aus, jeden zweiten Sonntag findet eine größere Wanderung statt und einmal im Monat gibt es sogar eine Wanderung mit Übernachtung. Sicher eine gute Idee für mich, um die Gegend kennenzulernen!

Abend erhielt ich eine Einladung zu einer Crêpe-Night, die ein paar Französinnen für uns veranstalteten. Fleißig arbeiteten diese in der Küche, um uns schließlich drei Berge voller Crêpes anbieten zu können, die wir mit Nutella, Marmelade und Früchten verschlangen.

14.08.

„Früh morgens“ – was für alle außer mir hier anscheinend 11:00 Uhr vormittags bedeutet – traf ich mich mit einer Gruppe Mädels + Stian (der Arme) und wir fuhren mit zwei vollen Autos eine halbe Stunde Richtung Norden, nach Fredrikstad. In dieser Stadt befindet sich der zweite Campus unserer Universität, den wir uns jedoch nur von außen anschauten. Wir führen mit einer Gratisfähre den Fjord entlang in die Altstadt, wo wir durch die Gassen schlenderten, einen Flohmarkt besuchten, ein Picknick auf einer bunten Blumenwiese mit frischen Leckereien aus der Bäckerei veranstalteten und uns gar nicht an den schönen Gebäuden satt sehen konnten.

Mit der Fähre ging es auch wieder zurück ans andere Ufer der Stadt, wo wir mit den Autos weiter auf die Inselkette unter Fredristad fuhren. Über mehrere Brücken führte unser Weg von einer Insel zur nächsten, bis wir schließlich in Vesterøy anhielten und einen kleinen Spaziergang starteten. Schon der Weg durch den Wald und an Wiesen und Feldern vorbei gestaltete sich als wunderschön und als wir schließlich am Meer ankamen, konnten wir nicht fassen welch schönen Ort wir so nah an unserer Uni gefunden hatten. Vor uns erstreckte sich ein weißer Sandstrand, hinter dem sich glatte Felsen in die Höhe streckten. Sofort wollte ich diese besteigen um zu sehen, was sich hinter ihnen finden lässt. Gesagt getan – wenig später standen wir auf den Felsen und hatten einen wunderschönen Blick auf das Meer und konnten durch den ziemlich starken Wind die Wellen beobachten, die an das Ufer peitschten.

Am Rückweg starteten Stian und ich eine Karaoke-Session im Auto, wobei wir beide die einzigen waren die lauthals mitsangen, da unsere drei Mitfahrerinnen scheinbar noch Zeit brauchen um aufzuwärmen, bevor sie ihr Gesangstalent zeigen wollen. Dafür erhielten sie ein einstündiges Konzert von Stian und mir, da wir beide einen ziemlich ähnlichen Musikgeschmack feststellten.

Nach einem ausgiebigen Abendessen raffte ich mich trotz großer Müdigkeit noch einmal auf, denn die Spanier veranstalteten in ihrem Apartment eine Themenparty: eine „Whitenight“. Jeder musste also mindestens ein weißes Teil anhaben, um auf die Party gelassen zu werden. Gemeinsam mit Martina machte ich mich also auf den Weg und wir verbrachten einige Stunden damit, zu spanischen Liedern zu tanzen und so zu tun, als hätten wir Ahnung vom Text, der durchgehend lautstark von den Spaniern mitgegröllt wurde.

Nach einem Tratsch mit meinen Mitbewohnern auf der Couch, der noch bis 2:00 Uhr morgens anhielt, fiel ich schließlich müde ins Bett.

15.08.

Gemeinsam mit einer Gruppe Erasmusstudenten und Stian nahm ich am Sonntag an einer Aktivität statt, bei der wir verschiedene Standorte am Campus finden und dort verschiedene Bilder zu speziellen Aufgaben schießen mussten. Wir hatten dabei eine Menge Spaß – ob wir sogar einen Preis für besonders kreative Bilder gewinnen werden, wird sich erst herausstellen.

Der Rest des Tages verlief eher ruhig und ich konnte kaum erwarten dass er um ging, da meine Eltern und Samy am Abend in Halden ankommen sollten. Um die verbleibende Zeit zu vertreiben ging ich noch eine kleine Runde spazieren, bevor ich gemeinsam mit Martina und Arthur begann Spagetti zu kochen, da wir meine Eltern und Samy zum Abendessen einladen wollten. Martina sponsorte dafür sogar eine der Tomatensoßen, die ihre Mutter ihr aus Italien mitgegeben hatte!

Die Freude war groß als ich schließlich meine Familie am Parkplatz abholen und sie in die WG führen konnte. Wir aßen Spagetti und verbrachten einen schönen Abend gemeinsam mit meinen WG-Kollegen, denn alle verstanden sich sofort sehr gut miteinander!


Ein Kommentar zu „Beaches 🌊 & Pasta 🍝“

  1. Avatar von Christine Donnerer
    Christine Donnerer

    Wieder super Bilder. Danke!
    Schön dass deine Familie jetzt bei dir sein kann. Genießt die Zeit zusammen!
    LG Christl

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