Langsam aber sicher wurde es Zeit fĂŒr uns, uns wieder auf den Weg Richtung SĂŒden zu machen. Das bedeutete, dass wir tagelang den GroĂteil unserer Zeit im Auto verbrachten und mehrmals feststellten, dass Kolumbien wirklich riesig ist, wenn man einfach nur durchfahren will. đ Nachdem wir versuchen unsere SchlafplĂ€tze noch im Hellen auszuwĂ€hlen, können wir auch immer nur bis spĂ€testens 18:00 Uhr fahren, da die Sonne danach so nah am Ăquator schlagartig untergeht.
Das coole an den langen Fahrten war allerdings, dass wir gefĂŒhlt jeden Tag drei Klimazonen durchquerten und die wunderschönen Landschaften sich damit stĂ€ndig Ă€nderten.

Einen Zwischenstopp legten wir in der Tatacoa-WĂŒste ein, die eigentlich keine WĂŒste sondern ein vor langer Zeit ausgetrockneter Regenwald ist. Die WĂŒste besteht aus einem Teil mit rotem und einem Teil mit grauem Gestein und schaut wirklich spektakulĂ€r aus. Was wir nicht wussten: Die StraĂe zur WĂŒste von Norden kommend ist mehr als abenteuerlich, fĂŒhrt durch gruselige, unbeleuchtete Felstunnel mit löchrigen SchotterstraĂen, ĂŒber schwindelige BrĂŒcken und dann stundenlang ĂŒber unbefestigte StraĂen durch die WĂŒstenlandschaft. Aber selbst hier kamen wir immer wieder durch kleine Dörfer, in denen die StraĂen meistens sogar kurz asphaltiert oder bepflastert waren.
Um der Hitze zu entgehen unternahmen wir sehr frĂŒh am Morgen eine kleine Wanderung in der roten WĂŒste und wurden dabei von Hugo dem Hund begleitet, der uns freudig schwanzwedelnd begrĂŒĂte und danach nicht mehr von unserer Seite wich. Auch bei unserem Versuch Fotos zu machen war er voller Begeisterung dabei – am Ende schafften wir es mithilfe eines gefinkelten Ablenkungsmanövers jedoch doch noch, ein Bild ohne Hugo zu schieĂen.







Einen krassen Kontrast zu der Hitze in Tatacoa war die darauffolgende Nacht auf 4000 Höhenmeter – wieder nach einer stundenlangen Bergauffahrt auf kaputten SchotterstraĂen. Durch die StraĂenverhĂ€ltnisse kamen wir viel spĂ€ter als geplant an unserem Schlafplatz an und so war es schon dunkel als wir aus dem Auto stiegen. Was uns drauĂen erwartete war nicht nur KĂ€lte (wie sehr hatten wir uns danach gesehnt!!!), sondern auch der wohl schönste Sternenhimmel, den wir je gesehen hatten.
Ein bisschen aufgeregt waren wir vor unserem ersten GrenzĂŒbergang mit Auto, von Kolumbien zurĂŒck nach Ecuador. Unser Aus- und Einreisen ging unkompliziert und schnell, das Einreisen des Autos dauerte allerdings seine Zeit. Als wir uns am Schalter als Nur-wenig-Spanisch-Sprechende outeten, beschloss die Beamtin unseren Fall an die Kollegin weiterzugeben, die jedoch auch keine Lust auf uns hatte und einfach ihr Fenster demonstrativ vor unseren Nasen schloss. Der dritte und letzte Mitarbeiter scheuchte uns wieder zurĂŒck zur ersten Dame, die wiederum auch ihr Fenster schnell schloss und ihr Mittagessen zu essen begann. Mitarbeiterin 2 kĂŒmmerte sich inzwischen um andere Kunden, hinter denen wir uns nochmal anstellten. Leider wurden wir weiter ignoriert, bis ein sehr freundlicher Mann darauf bestand dass unser Fall bearbeitet wurde, bevor er an die Reihe kam. Wir konnten trotz unserer wenigen Spanischkenntnisse alle Fragen problemlos beantworten, bekamen ein uraltes Handy in die Hand gedrĂŒckt, mit dem wir unser Auto von allen Seiten fotografieren mussten und hatten bald darauf endlich das notwendige Dokument fĂŒr die Einreise des Autos in den HĂ€nden.
GlĂŒcklich dass wir die Einreise hinter uns hatten, fuhren wir in die nĂ€chste Stadt, wo wir feststellten, dass wir noch mehr Kolumbianische Pesos ĂŒbrig hatten als gedacht, weshalb es wieder zurĂŒck zur Grenze ging, um die Pesos in US-Dollar zu wechseln.
FĂŒr die Nacht hatten wir uns einen idyllischen Platz am Yahuarcocha-See in Ibarra ausgesucht, an dem PĂ€rchen picknickten und junge Leute gemĂŒtlich beisammensaĂen. Auch wir schlugen unser Lager auf und begannen mit dem Kochen des Abendessens, als plötzlich ein Mann am Fahrrad vorbeikam um uns zu warnen, dass dieser Platz hier sehr gefĂ€hrlich wĂ€re, sobald es dunkel wird. Wir waren eher skeptisch – wirkte der Platz doch sehr belebt, nahmen aber trotzdem die Adresse des Wohnhauses des Mannes entgegen. Er meinte wir könnten jederzeit kommen und auf seinem Grund schlafen, er mĂŒsse nur seiner Tochter Bescheidgeben, da er noch lĂ€nger arbeiten muss. Gesagt, getan und der Mann war wieder dahin.
Gerade als wir fertig gekocht hatten und es gerade dunkel wurde, kam die Polizei mit Blaulicht um die Kurve und redete auf uns ein, dass es hier viel zu gefĂ€hrlich wĂ€re und wir sofort von hier wegfahren sollten. Als ich den Polizisten (mit einem Topf Spagetti unterm Arm) erklĂ€rte, wir wĂŒrden nur schnell essen und danach verschwinden, bestanden diese weiter darauf dass wir sofort fahren, was wir dann (mit dem warmen Topf auf dem SchoĂ) auch taten.
GlĂŒcklicherweise hatten wir ja die Adresse des Mannes die wir ansteuern konnten und wurden dort schon von ein paar Hunden und besagter zehnjĂ€hriger Tochter auf einem riesigen Hof begrĂŒĂt. Wir bekamen von dem MĂ€dchen sofort einen Platz an gemĂŒtlichen Gartenmöbeln und HĂ€ngematten zugewiesen, das WIFI-Passwort eingegeben sowie die Duschen und das Klo gezeigt, welche wir benutzen durften. Danach verschwand Estefania kurz und kam mit einem grĂŒnen Mini-Papagei zurĂŒck, den sie uns vorstellte und mir dann auf die Hand setzte. Leider rief in diesem Moment ihre Mutter nach ihr und Estefania musste sich bettfertig machen, also lieĂ sie ihren Vogel einfach bei uns sitzen und lief davon. Wir hatten ein wenig Panik der Vogel wĂŒrde davonfliegen oder der riesige Hund wĂŒrde ihn zum Abendessen verspeisen wollen und hofften, dass Estefania nicht zu lange brauchte. Mittlerweile hatte sich der Vogel in Flos Ellbogen eine Höhle gebaut in der er sich versteckte und wir gaben alles, um des Vogels Aufenthalt bei uns so angenehm wie möglich zu gestalten. Irgendwann lief auch Estefanie wieder daher, schnappte ihren Vogel, ĂŒbersĂ€te ihn mit KĂŒssen und lief mit ihm gemeinsam wieder davon.
Am nĂ€chsten Morgen setzte sich Paolo – unser Retter am Fahrrad – zu uns und beteuerte uns, wir könnten so lange bleiben wie wir wollen und alles benutzen was wir brauchen. Nach den vielen Fahrtagen nahmen wir sein Angebot dankbar an und nutzten den Tag auf seinem Hof fĂŒr kleine Reparaturen, um den Van aufzurĂ€umen und ein wenig zu entspannen, was uns beim Beobachten der HĂŒhner und GĂ€nse besonders gut gelang.
ZurĂŒck in Otavalo fĂŒhlte es sich fast so an als wĂŒrden wir heimkommen, da wir in dieser Stadt ja schon zwei Wochen in der Sprachschule verbracht und uns sehr wohlgefĂŒhlt hatten. Hier trĂ€umten wir vor 1,5 Monaten immer wieder vor uns hin, dass wir beim nĂ€chsten mal wenn wir hier sein wĂŒrden vielleicht schon in unserem eigenen Auto sitzen wĂŒrden. So richtig realistisch kam uns der Gedanke damals aber nicht vor. Und jetzt – tadaaa – standen wir tatsĂ€chlich mit unserem Bus am See San Pablo mit Ausblick auf die Berge und freuten uns unglaublich darĂŒber, dass wir es geschafft haben diesen Traum wahr werden zu lassen.

Am groĂen Markt in der Stadt kauften wir uns noch eine Lama-Decke fĂŒr unseren Bus, um ein StĂŒck Otavalo mitzunehmen.
NatĂŒrlich konnten wir bei unserer Fahrt von der Nord- in die SĂŒdhalbkugel der Erde dieses mal einen Stopp direkt am Ăquator nicht auslassen. Hier besuchten wir ein kleines Museum, das uns von Flos Eltern und Sonja empfohlen wurde und wurden nicht enttĂ€uscht. Wir hörten nicht nur viel Interessantes ĂŒber indigene Völker sowie die vielfĂ€ltige Tierwelt Ecuadors, sondern fĂŒhrten auch einige Versuche direkt auf der Ăquatorlinie durch. Besonders beeindruckte mich, dass das Wasser aus einer Wanne am Ăquator gerade nach unten rann, wĂ€hrend es nur ca. einen Meter versetzt auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn bzw. auf der SĂŒdhalbkugel im Uhrzeigersinn nach unten floss. AuĂerdem versuchten wir uns daran am Ăquator ein Ei auf einem Nagel zu platzieren, was mir gelang (und wofĂŒr ich ein âEggmasterâ-Zertifikat erhielt).



Auf Mindo, ein kleines Dorf das mitten im Nebelwald liegt, hatte ich mich besonders gefreut und meine Erwartungen wurden keinesfalls enttĂ€uscht! Bei unserer Ankunft trafen wir auf einen lustigen Ă€lteren Herren der ein Restaurant betreibt, das sich auf Quinoa spezialisiert hat. Hier nahmen wir extrem leckere Quinoa-Burger und einen Quinoa-Saft zu uns und bekamen dann noch Kostproben von ausgefallenen Sorbets, die die Frau des Mannes herstellt. Wie viele Ecuadorianer war der Mann richtig begeistert von unserem Bus und unserer Art zu reisen, wollte jede Kleinigkeit ĂŒber unsere Reise erfahren und schmiedete dann schon selbst PlĂ€ne, einen Bus auszubauen. Hin und wieder werden wir sogar gefragt ob wir das Auto an die Leute verkaufen wollen. đ Hoffentlich lĂ€sst sich auch in Chile in ein paar Monaten so einfach ein KĂ€ufer finden.
In Mindo kamen wir natĂŒrlich nicht drum herum eine Schokoladen-Tour zu machen, die besonders mich als Schoko-Liebhaberin sehr glĂŒcklich machte. Wir erhielten eine PrivatfĂŒhrung ĂŒber das Wachsen der Kakaobohnen bis hin zur hauseigenen Schokoladenproduktion und durften am Ende so viel Schokolade kosten, dass es Flo am Ende ziemlich schlecht war. Ich war im siebten Himmel!



An unserem zweiten Tag unternahmen wir eine Wanderung in die NebelwĂ€lder, fĂŒr die wir zuerst mit einem Sessellift (der so hoch war, dass man den Boden oft nicht mal sah) und danach mit einer Seilbahn den Berg hinauffuhren. Die Seilbahn wurde ĂŒbrigens von einem Motor eines Nissans 2002 angetrieben. đ



Wir machten gleich alle hier möglichen Wanderungen und besuchten dabei um die 10 WasserfÀlle, von denen wir zwei zu Duschen erklÀrten.

Als wir abends zurĂŒck nach Mindo kamen, besuchten wir dort den Punto OrnitolĂłgico, wo wir Flaschendeckel voll mit Zuckerwasser erhielten, die wir auf unsere flachen HĂ€nde legten. Es dauerte nicht lange bis der erste neugierige Kolibri angeflogen kam und vom Wasser kostete. Es war ein unglaubliches GefĂŒhl diesen blau und grĂŒn schimmernden Tieren so nahe zu kommen, sie auf den HĂ€nden sitzen, den Wind ihrer FlĂŒgel spĂŒren und sie so nah beobachten zu können. Wir blieben noch lange sitzen und fĂŒtterten Kolibris, bis der Platz schlieĂlich zusperrte und wir uns auf den Weg zurĂŒck machten.
Da wir im Bus gerade nichts laden konnten (weil schon zwei Ladebuchsen durch die Hitze einfach geschmolzen sind đ ), hatten wir unser Akkupack wĂ€hrend unseres Ausfluges zu den Kolibris in einem CafĂ© stecken lassen. Als wir nach unserem Ausflug dorthin zurĂŒckkehrten war allerdings gerade im gesamten Dorf Stromausfall und es schien nicht so, als wĂŒrde das Problem bald gelöst werden. Wir glauben, dass sie sich gar nicht die MĂŒhe machten das Problem noch an diesem Tag zu beheben, es war ja eh schon Abend. đ Im dunklen CafĂ© in der noch dunkleren StraĂe war es auch gar nicht so einfach unseren Akkupack wiederzubekommen, denn die Kellnerin, der wir das GerĂ€t gegeben hatten, war scheinbar nicht mehr im Dienst und die anderen Kellner verstanden unser Anliegen nicht. Als wir am Ende auf den Chef und zwei Mitarbeiter zugleich einredeten ging einer von ihnen zur besagten Kellnerin nach Hause und kam dann freudestrahlend zurĂŒck, weil er endlich wusste was wir wollten. Wir bekamen unseren Akku halb geladen zurĂŒck und dazu noch eine hausgemachte heiĂe Schokolade, die tatsĂ€chlich heiĂ war – keine Ahnung wie. đ
Einige Leute hatten uns von einer Insel an der PazifikkĂŒste erzĂ€hlt, die als das Galapagos fĂŒr Arme gilt – was perfekt fĂŒr uns klang. Auf dem Weg dorthin hatten wir allerdings leider die Ehre, Bekanntschaft mit der korrupten Polizei Ecuadors zu machen. Gleich vier Polizisten, von denen zwei ihr komplettes Gesicht vermummt hatten, lehnten lĂ€ssig an unserem Auto und erklĂ€rten uns, unsere Scheiben seien zu dunkel und wir mĂŒssen 45$ Strafe zahlen. Jedes zweite Auto hatte hier noch dunklere Scheiben als wir und wir hatten schon von der Polizei hier gehört, die besonders AuslĂ€ndern gerne Geld abknöpft und so diskutierten wir ewig mit den Polizisten, bis sie sich schlieĂlich mit 20$ zufrieden gaben. Nur 30 Minuten spĂ€ter wurden wir erneut aufgehalten und dieses mal wollten uns die Polizisten erklĂ€ren, ich wĂ€re nicht angegurtet gewesen, was uns 360$ kosten wĂŒrde. NatĂŒrlich stimmte das nicht und so diskutierten wir wieder ewig herum – die Polizisten redeten stĂ€ndig von einem Beweisvideo (das sie uns allerdings natĂŒrlich nicht zeigen konnten) und wir weigerten uns zu zahlen. Blöd war nur, dass die MĂ€nner uns immer zuerst alle unsere Papiere und Dokumente zum âCheckenâ abnahmen und dann nicht mehr hergaben, bis wir ihnen Geld gaben. Irgendwann gaben wir also nach, zahlten wieder 20$ und durften weiterfahren. Dass wir zwei mal umsonst zahlen mussten und die Machtlosigkeit gegen die sich wichtig machenden Officers Ă€rgerte uns so sehr, dass wir kurz versucht waren die KĂŒste auszulassen und auf dem schnellsten Weg aus Ecuador herauszufahren. Gott sei Dank stimmten wir uns, nachdem der erste Ărger verflogen war, aber doch wieder um und beschlossen, stattdessen die dunklen Folien unserer Frontscheiben zu entfernen, um die Chance aufgehalten zu werden wenigstens ein wenig zu lindern. Wir hielten also beim ersten Mechaniker (der wie sich spĂ€ter herausstellte gar keiner war, sondern einfach nur Reifen wechselte) und fragten dort um Hilfe. Irgendwelche drei MĂ€nner halfen uns die Folien zu entfernen, machten dabei aber das Fenster der Fahrerseite kaputt, sodass Flo die nĂ€chste halbe Stunde damit verbrachte, das Fenster wieder zu reparieren. Das Entfernen hatte sich allerdings gelohnt, denn seitdem haben wir noch bei keiner weiteren Polizeikontrolle zahlen mĂŒssen – auch wenn sie jedes mal wieder versuchen irgendwelche GrĂŒnde zum Zahlen zu finden.
Das Fischerdorf Puerto Lopez an der PazifikkĂŒste zog uns sofort in seinen Bann. Eigentlich wollten wir nur eine Nacht bleiben, aus der dann allerdings drei wurden. Wir fanden einen Schlafplatz am Strand mit Ausblick auf Meer und Palmen und machten das erste mal Bekanntschaft mit anderen Reisenden im Van. So lernten wir eine Familie kennen, die seit 4 Jahren in ihrem alten Wohnwagen lebt sowie ein PĂ€rchen, das sich in Chile einen Bus gekauft und diesen ausbauen hat lassen. Mit den beiden verstanden wir uns so gut, dass wir in der FrĂŒh gemeinsam Kaffee trinken gingen und das nĂ€chste mal um 15:00 Uhr auf die Uhr schauten und uns wunderten, wo die Zeit hingekommen war. AuĂerdem merkten wir erst nach ein paar Stunden Tratschen, dass wir uns nicht einmal noch gegenseitig die Namen verraten hatten. đ Da wir in den SĂŒden und sie nach Norden unterwegs waren, konnten wir uns gegenseitig viele Tipps geben und PlĂ€tze empfehlen, sowie Erfahrungen austauschen. Es war wirklich schön mit Gleichgesinnten zu Tratschen!
Flo kriegte sich gar nicht mehr ein, als wir das erste mal den Fischmarkt in Puerto Lopez besuchten und so fanden wir uns tÀglich dort wieder, um frischen Fisch, Calamari oder Garnelen zu unschlagbaren Preisen zu kaufen und dann mit unserem Campingkocher zu leckeren Speisen zu verarbeiten. Flo trÀumte durchgehend davon einfach Fischer in Puerto Lopez zu werden und ich genoss die wahnsinnig guten Mahlzeiten, frisch aus dem Meer.




Unschlagbar war allerdings unsere Tagestour auf die Isla de la Plata. Gemeinsam mit einem lieben deutschen Paar in unserem Alter, zwei verwirrten HollĂ€ndern, einer ecuadorianischen Familie, zwei deutschen Frauen mitten in ihrer Midlifecrisis, von denen sich eine stĂ€ndig ĂŒber irgendetwas beschwerte, einer durchgehend seekranken EnglĂ€nderin sowie einer noch seekrankeren Australierin ging es mit dem Boot zur Insel. Schon am Hinweg hatten wir das GlĂŒck zwei Wale zu sehen und beim Ankommen an der Insel wurden wir von zahlreichen riesigen Wasserschildkröten begrĂŒĂt.

Bei der anschlieĂenden Wanderung auf der heiĂen Insel konnten wir Vögel beim BrĂŒten beobachten, sahen frisch geschlĂŒpfte Babyvögel unter ihren MĂŒttern oder VĂ€tern im Nest und trafen mehrere BlaufuĂtölpel, die sonst nur auf den Galapagosinseln zu finden sind.



Nach der Wanderung fuhren wir mit dem Boot wieder ein StĂŒck hinaus, wo wir Korallenriffe entlangschnorcheln durften. Unterwasser sahen wir nicht nur viele bunte Fische, sondern hatten auch noch das GlĂŒck, Wale singen zu hören. Das GefĂŒhl mit diesen riesigen Meeresbewohnern im selben Wasser zu schwimmen und sie auch noch singen zu hören war einfach unbeschreiblich!

Als wĂ€re das alles nicht schon genug, trafen wir bei unserer RĂŒckfahrt noch auf eine Walmutter mit ihrem Baby und ein anderer Wal sprang vor unseren Augen aus dem Wasser. Wiedereinmal hatte ich GĂ€nsehaut und konnte mein GlĂŒck kaum fassen! Die GröĂe des Ozeans und die Vielfalt der darin lebenden Tiere stimmen mich immer irgendwie ehrfĂŒrchtig und dankbar, auf dieser wunderschönen Welt leben zu dĂŒrfen.
