Als wir am späten Nachmittag im Auto saßen und bereit für drei Stunden Fahrt waren, schaute mich Flo plötzlich mit großen Augen an und meinte: „Der 4. Gang geht nicht mehr raus!“. So weit wir noch konnten bis es wieder bergauf ging, rollten wir weiter und blieben schließlich am Straßenrand stehen. Zum Glück standen rund um uns ein paar Häuser, denn noch ein paar Minuten zuvor waren wir in einer richtigen Einöde. Flo hantierte am Schalthebel herum, baute die Mittelkonsole aus und legte sich auch mal wieder unters Auto – doch leider war das Problem nicht so einfach zu lösen und uns blieb nichts anderes übrig, als an der nächsten Tür zu klopfen und nach einem Mechaniker zu fragen. Ein wenig verwundert machten uns zwei Männer auf und teilten uns mit, was wir eh schon geahnt hatten: Hier sei weit und breit kein Mechaniker zu finden. Einer der Männer hatte aber eine Idee und rief einen Bekannten an, der sich wohl mit Autos auskannte. Dieser versprach zu kommen, war aber gerade auf einem anderen Berg und die Straße hierher war gerade gesperrt, weshalb er 1,5 Stunden hierher brauchen würde. Wir warteten also im Auto auf die Ankunft dieses ominösen Mechanikers und redeten darüber, dass wir wohl mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit abgeschleppt werden müssen. Gott sei Dank hatten wir uns am Beginn der Reise ein Abschleppseil für alle Fälle besorgt, jetzt brauchten wir nur mehr ein gutes Auto, das unseren Bus ziehen kann. Als nach 2,5 Stunden Warten ein blaues Mototaxi im mittlerweile Dunkeln um die Ecke bog und sich als das Gefährt unseres Retters herausstellte, schwanden unsere Hoffnungen ein wenig. Ein Mann sprang munter aus dem Mototaxi, stellte sich als Michael vor und legte sich mit seiner mitgebrachten Werkzeugkiste unter unseren Bus. Gleich darauf teilte er uns mit, dass unser Getriebe wohl genauer unter die Lupe genommen werden müsse und wir dafür gerne in seine Werkstatt kommen könnten. Da sich diese ungefähr 20 Minuten von hier befand brauchten wir – wie schon befürchtet – jemanden der uns abschleppt. Michael telefoniert ein bisschen herum und nach und nach tauchten plötzlich Verwandte von ihm auf: Sein Schwager brachte eine riesige Musikbox, sein Neffe und seine Nichte spielten mit uns Verstecken und sein Cousin kam mit seiner Frau und seinem Auto, um uns ins nächste Dorf abzuschleppen. Bevor wir diesen Plan allerdings in die Tat umsetzten, teilte Michael Plastikbecher aus und schenkte allen fröhlich Bier ein. Erst das Vergnügen – dann die Arbeit!
Nachdem alle Verwandten ihre Selfies mit uns an jegliche WhatsApp-Kontakte verteilt hatten, begannen wir die Abschlepp-Fahrt und kamen eine gute halbe Stunde später sicher im Dorf Cangallo an, wo uns Michaels Cousin gegenüber von dessen Werkstatt abstellte. Hier an der Straße verbrachten wir natürlich auch die Nacht und bekamen schon bald gar nichts mehr mit, da wir ziemlich müde waren.

Am nächsten Morgen begutachtete Michael mit seinen Arbeitern unser Getriebe und es stellte sich schnell heraus, dass dieses ausgebaut, zu einem „Spezialisten“ gebracht, repariert und danach wieder eingebaut werden musste. Da Michael nicht wusste welche Teile für die Reparatur benötigt werden würden und ob der Spezialist diese gerade lagernd hatte, sagte er uns 2-4 Tage Reparaturzeit voraus. Leider hatten wir zum allerersten mal auf dieser Reise etwas vorausgebucht, da Machu Picchu leider nicht spontan besucht werden kann. Hier begann das große Zittern, denn nur wenn das Auto in spätestens 2,5 Tagen fertig sein würde, konnten wir noch rechtzeitig zum Machu Picchu gelangen. Sollte es länger dauern, hätten wir keine Chance und unsere teuren Tickets würden verfallen.
Außerdem tat sich ein weiteres Problem auf: Wir hatten nur mehr ungefähr 10€ Bargeld und natürlich gab es beim Mechaniker keine andere Option zu bezahlen. Wir machten uns im Dorf auf die Suche, besuchten die einzige Bank, bei der man nur mit Konto abheben durfte, versuchten in jeglichen Geschäften mit unseren Karten an Bargeld zu kommen (wie es bei den Einwohnern hier üblich ist) und mussten schließlich einsehen, dass wir in Cangallo keine Chance hatten an Geld zu kommen. Also besorgte Michael uns einen Fahrer, der uns in das 30 Minuten entfernte Dorf Pampa brachte, wo sich tatsächlich ein Geldautomat befand. Unsere Hoffnung wurde allerdings schnell zerschlagen, denn der Automat war entweder leer oder hatte keine Internetverbindung – jedenfalls funktionierte er nicht. Niedergeschlagen fragten wir unseren Fahrer, wo denn der nächste Automat wäre und dieser meinte, dass wir dafür in die nochmal 1,5 Stunden entfernte Stadt Ayacucho fahren müssten. Schnell war klar dass wir sowieso keine andere Wahl hatten, also verhandelten wir den Preis für die dann insgesamt vier Stunden Autofahrt und machten uns auf den Weg. Ich saß schluchzend am Rücksitz, Flo schaute neben mir grübelnd aus dem Fenster und der Fahrer fühlte sich sichtlich unwohl dabei, die weinende Touristin und ihren Freund so weit herumzufahren, denn er schärfte uns immer wieder ein, der Polizei nichts davon zu sagen dass wir ihm Geld geben, sollten wir in eine Kontrolle geraten. Die eine Polizeikontrolle die wir tatsächlich hatten verlief dann allerdings problemlos und wir fanden uns irgendwann in der steilen Stadt Ayacucho wieder. Unser Fahrer brachte uns zu einer Bank am Stadtrand, bei der wir wieder nicht abheben konnten und wollte auf unsere Bitten, zu einem Geldautomat weiter in der Stadt zu fahren, nicht reagieren. Flo zeigte ihm einen 10 Minuten entfernten Automaten auf GoogleMaps, doch die App war ihm einfach nur suspekt und er konnte sich nicht vorstellen, mit Navi zur Bank zu finden. Erst als Flo ihm mehrmals versprach ihm genau den Weg anzusagen ließ er sich irgendwann überreden und fuhr – völlig gestresst – los. Als wir am Geldautomaten ankamen und tatsächlich abheben konnten, fiel ein riesiger Stein von meinem Herzen. Da man immer nur 100€ mit einer Karte abheben konnte, hoben wir mit zwei verschiedenen ab und trauten uns dann unseren Fahrer nochmals zu fragen, ob er zu einem weiteren Automaten mit uns fahren würde. Denn mit der langen Taxifahrt und dem kaputten Getriebe waren wir uns sicher, dass wir mit 200€ nicht auskommen würden. Er willigte dieses mal glücklicherweise schnell ein und wir konnten uns endlich wieder auf den Weg aus der Stadt hinaus machen.
Nachdem wir letztendlich sechs Stunden mit unserem Taxifahrer verbracht hatten, verabschiedeten wir uns wieder von ihm und bauten unsere Campingküche am Gehsteig auf, um uns etwas zu kochen. Michael sahen wir an diesem Tag nicht mehr, da dieser – wie sich am nächsten Tag herausstellte – irgendwo beim Getriebe-Spezialisten schlafen musste. An diesem sowie am nächsten Tag blieb Michaels Werkstatt geschlossen, da er mit unserem Getriebe beschäftigt war. Als wir immer wieder Leute mit ihren Motorrädern ratlos vor den geschlossenen Türen warten sahen, bekamen wir ein schlechtes Gewissen. Aber es blieb uns eh nichts anderes übrig als zu warten, was wir mit Kaffee trinken und am Fluss sitzen taten. Die Nächte waren auch recht spannend, da unsere Straße eine beliebte Durchzugsstrecke für Betrunkene zu sein schien und wir entweder geweckt wurden, weil ein leidenschaftliches Paar unser Auto zum Abstützen beim Knutschen verwendete oder ein Betrunkener den Bus zum Abstützen verfehlte und laut umfiel. Ein bisschen nervig war es, dass wir zum Klogehen jedes mal ein paar Minuten zum Fluss gehen mussten. Auch wenn ich normalerweise nachts nicht aufs Klo muss – während unserer Zeit im Dorf wachte ich natürlich regelmäßig auf und musste mich auf den Weg zum Fluss machen.
Am Abend des zweiten Tages dann die frohe Botschaft: Unser Getriebe war fertig und konnte am nächsten Tag in der Früh wieder eingebaut werden. Zur Feier des Tagen stießen wir mit Michael an und feierten, dass unser Machu Picchu-Vorhaben sich noch ausgehen könnte.
Als wir am nächsten Morgen die Reparatur bezahlen wollten, gab uns Michael das Ganze noch billiger als zu dem ohnehin schon viel zu geringen Preis, den wir am Vorabend vereinbart hatten. Dafür wollte er nur unser Versprechen, dass wir in Kontakt bleiben und ihn irgendwann wieder besuchen würden. Er träumt auch davon irgendwann einmal Europa sehen zu können und wir versprachen ihm natürlich, jederzeit bei uns willkommen zu sein.

Mit neuer Motivation begannen wir die 20 Stunden Fahrt die vor uns lagen und erlebten wenige Minuten später schon den nächsten Dämpfer: Die Motorkontrollleuchte machte sich bemerkbar und der Tacho zeigte keine Geschwindigkeit mehr an. In Ayacucho besuchten wir mal wieder einen Mechaniker und die drei Männer hatten unser Problem glücklicherweise schnell gelöst. Also wollten wir noch ganz schnell Geld abheben und fanden uns in einer riesigen Schlange vor dem Geldautomaten wieder, wo wir nach der Wartezeit allerdings problemlos Geld abheben konnten. Die Verzögerung durch Werkstatt und Geldautomat mussten wir am Abend wieder einholen und fuhren deshalb bis 23:00 Uhr durch, bevor wir uns eine Nachtpause gönnten. Zeit zum Stehenbleiben und Kochen hatten wir nicht gehabt und als wir endlich an der Tankstelle ankamen waren wir viel zu müde und wollten einfach nur schlafen, weshalb wir ziemlich hungrig ins Bett gingen.
Um 5:00 Uhr morgens kämpften wir uns irgendwie aus dem Bett und fuhren direkt weiter, während wir uns von Müsliriegeln und Obst ernährten. Nach mehreren Stunden Fahrt ohne Pause erreichten wir eine Militärstation und zwei Soldaten baten uns auszusteigen. Die Soldaten kann ich noch weniger einschätzen als die Polizisten und so war mir ziemlich mulmig zumute, als Flo mit einem von ihnen in ein Häuschen gehen musste, während der andere mich aufforderte ihm das Auto zu zeigen. Ich öffnete bereitwillig unsere Türen und versuchte ihm zu erklären, dass das Auto ein Camper sei. Da fragte er mich, wo unser Geld ist. Als ich es ihm nicht sagen wollte und stattdessen fragte warum er das wissen will, wurde er ein wenig zornig und befahl mir, mich auf den Beifahrersitz zu setzen. Als er nach unserer Bauchtasche im Auto griff und ich nochmal fragte ob er das überhaupt dürfte, begann er mir zu unterstellen, Flo und ich würden Marihuana konsumieren. Wie wild begann er die Bauchtasche vier mal zu untersuchen und war sichtlich enttäuscht nichts zu finden. Immer wieder fragte er mich wo wir denn unsere Drogen aufbewahren und als ich belustigt antwortete wir hätten keine wurde er immer entschlossener etwas zu finden. Irgendwann kamen endlich Flo und der andere Soldat zurück und als der Drogensucher dem anderen mitteilte er würde nach unserem Gras suchen, meinte dieser nur gelassen, dass mit uns alles in Ordnung sei und er es gut sein lassen sollte. Flo hatte sich anscheinend sympathisch gemacht. Argwöhnisch hob der Soldat noch mit zwei Fingern meinen E-Reader auf als wäre es eine Bombe und ließ mich drei mal erklären dass es sich dabei nur um ein elektronisches Buch handelt, bevor er uns endlich widerwillig in Ruhe ließ und wir weiterfahren durften.
10 Stunden Fahrt und ein paar Müsliriegel später erreichten wir am späten Nachmittag endlich die Straße nach Hidroeléctrica – die letzte mit Auto erreichbare Stadt vor dem Machu Picchu. Die enge Schlammstraße dorthin war ein Abenteuer an sich, aber mit jeder Minute rückten wir näher an unser Ziel und wir konnten es kaum erwarten anzukommen und uns endlich etwas warmes zu kochen! Tja – 8 km vor Hidroeléctrica lagen plötzlich riesige Steine auf der Straße und es war unmöglich weiterzufahren. Als wir im Dorf nachfragten wurde uns erklärt, dass am Vortag ein riesiger Felssturz abgegangen war und die Straße erst wieder in ein paar Tagen befahrbar sein würde. Anscheinend gab es allerdings Ersatzverkehr den wir nutzen konnten um nach Hidroeléctrica zu kommen. Wir parkten unser Auto also bei einem Campingplatz, packten so schnell es ging unsere Rucksäcke mit Campingequipment und marschierten los. Natürlich verliefen wir uns erst noch und gingen einen langen Hügel umsonst hinauf, bevor wir (ich schon so hungrig und müde dass ich kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand und Flo seine gesamten letzten Reserven auspacken musste um mich zum Weitergehen zu motivieren) am „Ersatzverkehr“ ankamen. Dieser bestand aus einem Seilzug über einen reißenden Fluss und bevor wir darüber nachdenken konnten hatten uns ein paar Männer schon in den Wagen verfrachtet und schubsten uns an. Auf der anderen Seite wurden wir herausgezogen, freundlich in Empfang genommen und wir fanden sofort einen Busfahrer, der uns noch die letzten Kilometer bis nach Hidroeléctrica brachte. Als wir dort ankamen war es schließlich schon dunkel und wir setzten uns erstmal an den ausgestorbenen Bahnhof, um unsere Brote mit Aufstrich und Gemüse zu essen.
Erst nach den ersten Bissen waren wir wieder in der Lage weiter nachzudenken. Es waren von hier noch ungefähr 2,5 Stunden zu Fuß nach Aguas Calientes, von wo aus man noch eine Stunde den Berg hinauf nach Machu Picchu wandern kann. Mit unseren Tickets mussten wir zwischen 6:00 und 7:00 Uhr am Eingang sein um in die Ruinenanlage gelassen zu werden. Wir konnten also hier wildcampen und um 3:00 Uhr morgens loswandern oder heute noch bis nach Aguas Calientes gehen, dort schlafen und dann um 5:00 Uhr aufbrechen. Wir entschieden uns für die zweite Variante, öffneten die Weinflasche, die eigentlich für einen „gemütlichen Zeltabend“ gedacht war und wanderten los. Ein Hund, den wir am Bahnhof getroffen hatten, beschloss uns zu begleiten und dank ihm und der Weinflasche wurden die nächsten zwei Stunden eigentlich ziemlich lustig. Wir wanderten im Stockfinsteren stets die Zuggleise entlang, hatten wenig Ahnung wie es um uns herum eigentlich aussah und trafen neben einigen Straßenhunden auch ein paar Opossums. Wirklich geschafft kamen wir ein bisschen nach 21:00 Uhr in Aguas Calientes an, steuerten den ersten Campingplatz an, bauten unser Zelt auf und fielen todmüde in unsere Schlafsäcke. Unser Hund – den wir übrigens „Sina“ getauft hatten – rollte sich dicht an unserem Zelteingang zusammen und schien uns zu bewachen.

Als unser Wecker um 4:45 Uhr läutete, lag Sina immer noch da und schaute uns an als würde sie sich darüber wundern, was wir um diese Zeit schon auf wollen. Wir packten unsere Sachen und machten uns an den einstündigen, steilen Anstieg, bis wir schließlich am Eingang des Machu Picchu standen. Hier erfuhren wir, dass große Rucksäcke in der Anlage verboten wären, mussten unseren also abgeben, vergaßen dabei die GoPro und unser Wasser, wurden ermahnt weil wir verbotenerweise Bananen aßen und standen dann tatsächlich irgendwann zwischen den alten Mauern. Beeindruckt schlenderten wir durch die alte Ruinenstadt der Inka und freuten uns einfach nur hier zu sein. Mit unserem Ticket durften wir auch den Berg Huchuy Picchu besteigen und wir freuten uns riesig darauf, Machu Picchu von oben sehen zu können. Als wir oben ankamen erwartete uns allerdings nichts als Nebel und die Ruinenstadt war nicht einmal im Ansatz zu erkennen. Wir setzten uns auf ein paar Felsen, ließen die stressigen letzten Tage Revue passieren und brachen dann im Anbetracht des Ausblickes in einen Lachanfall aus. Wir genossen es trotzdem hier zu sein, vor allem weil wir uns gegen den berühmten Touristenspot und für diesen unbekannteren Berg entschieden hatten, auf dem wir nun ganz alleine waren. Und siehe da: Das Warten lohnte sich, denn plötzlich zog der Nebel davon und wir wurden mit einer wunderschönen Aussicht auf die Berglandschaft und die Ruinen belohnt. Außerdem sahen wir nun die Menschenmassen auf der anderen Seite und waren umso froher, auf unserem ruhigen Berg zu sitzen.












Als wir zurück zum Campingplatz kamen wartete dort tatsächlich Sina auf uns und begrüßte uns freudig schwanzwedelnd. Wir konnten es kaum mehr erwarten nach den letzten Tagen endlich mal wieder etwas Warmes zu essen und waren beim Kochen so ungeduldig, dass wir die Nudeln zu früh ins Wasser gaben, diese mit unserem Dosen-Griller nicht zu kochen begannen und wir am Ende halbdurche Nudeln essen mussten. Mir war das komplett egal, Flo ärgerte sich allerdings bei jedem Bissen und hörte nicht mehr auf von richtig guten Spagettis zu schwärmen, die er jetzt gerne hätte.

Den gesamten Rückweg nach Hidroeléctrica hüpfte Sina fröhlich um uns herum und bekam dabei immer wieder einen Tritt ab, weil sie so nah an unseren Beinen gehen wollte. Am liebsten schwänzelte sie zwischen uns her und achtete dabei gut darauf, dass der hinten Gehende nicht zurückblieb. Wir fragten uns wirklich wie wir uns wieder von ihr trennen konnten, da es sich anfühlte als sei sie unser Hund. In Hidroeléctrica wurde sie allerdings schon von ihren Hundefreunden begrüßt und schien kein Problem damit zu haben uns gehen zu lassen, was uns sehr erleichterte.




Mit dem Seilzug ging es über den Fluss zurück nach Santa Teresa, wo wir zu unserem Auto gingen und dieses nach einer kalten Dusche am Campingplatz auch nicht mehr verließen, weil wir viel zu müde waren.
Ach – in der Nacht regnete es so stark, dass das Wasser das vom Dach des Haus direkt neben uns kam, genau in den Spalt unserer Tür rann, deren Dichtungen diesem Druck nicht standhielten. Wir hatten also einen Indoor-Wasserfall, der natürlich genau auf unsere Matratze rann, die sofort klatschnass war. Flo fuhr zwar so schnell es ging ein wenig vom Haus weg, da war es aber schon zu spät. Wir waren mittlerweile allerdings so geschädigt von den letzten Tagen, dass uns das nasse Bett egal war und wir einfach weiterschliefen.
Diese paar Tage durchlebten wir jegliche Gefühle und sie waren eine Probe für unsere Geduld, unsere Nerven und unseren Optimismus. Am Ende ging dann aber doch alles gut aus und wir sind unendlich dankbar, ein Weltwunder gesehen zu haben. Ich glaube so verdient wie wir hat sich das noch selten wer vor uns. 😄
